Wirtschaft : Chinesen fahren VW

Der Marktführer verkauft 1,9 Millionen Autos

Leistungsschau. Zum Auftakt der Internationalen Automesse im südchinesischen Kanton (Guangzhou) wurde der Wachstumsrückgang als „Beruhigung“ gewertet. Foto: dpa
Leistungsschau. Zum Auftakt der Internationalen Automesse im südchinesischen Kanton (Guangzhou) wurde der Wachstumsrückgang als...Foto: dpa

Berlin - Der chinesische Automarkt wächst langsamer, deutsche Hersteller feiern aber weiter ihre Erfolge. Zum Auftakt der Automesse im südchinesischen Kanton teilte Volkswagen am Montag mit, in den ersten zehn Monaten des Jahres sei der Absatz um 14,8 Prozent auf 1,9 Millionen Autos gesteigert worden. VW ist in China mit einem Anteil von 19 Prozent Marktführer, das Land ist der wichtigste Markt für Europas größten Autobauer. 2011 werde die „historische Marke“ von zwei Millionen Autos überschritten, sagte VW-China-Chef Karl-Thomas Neumann. Erstmals stellte VW in Kanton mit dem „Leon Cupra“ und dem „Ibiza Cupra“ seine Marke Seat in China vor, die 2012 zunächst als Import auf dem größten Automarkt der Welt verkauft werden soll.

Auch Wettbewerber Mercedes zeigte sich optimistisch. Besonders das Premiumsegment werde weiter „deutlich wachsen“, sagte der Daimler-Chef für Nordostasien, Ulrich Walker. Die Fahrzeugdichte sei noch gering und die Mittelschicht wachse rasant. „Ich gehe davon aus, dass China 2015 unser weltweit größter Pkw-Markt ist“, sagte Walker. Ein dreistelliges Wachstum wie 2010 mit über 110 Prozent für Mercedes werde es in China aber nicht mehr geben. „Und das ist richtig so.“ Mercedes wolle nachhaltig wachsen und die Qualität sicherstellen.

Erstmals gab der Stuttgarter Konzern zusammen mit seinem chinesischen Partner BYD einen Ausblick auf das künftige Elektrofahrzeug, das 2013 an den Start gehen soll. Kürzlich hat das Joint-Venture Shenzhen BYD Daimler New Technology (BDNT) damit begonnen, die ersten Prototypen des Elektrofahrzeugs aufzubauen. Die Rahmenbedingungen für E-Autos haben sich zuletzt in China indes verschlechtert: Die Entwicklung wird durch Zwangsauflagen gebremst, mit denen sich China einen stärkeren Technologietransfer sichern will. So müssen die Urheberrechte für eine der drei Hauptkomponenten wie Motor, Batterie oder Elektronik bei den chinesischen Gemeinschaftsunternehmen liegen, mit dem der ausländische Hersteller kooperiert. mot/dpa

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