Wirtschaft : Chinesischer Atomkonzern geht an die Börse

Peking - In China bahnt sich ein Börsengang in Milliardenhöhe an. Der Kernkraftwerksbetreiber China National Nuclear Power will sich an der Börse in Schanghai das Geld zur Finanzierung von fünf Anlagen holen. Die Kosten für die fünf Atomkraftwerke werden auf 174 Milliarden Yuan geschätzt. Das Unternehmen machte keine Angaben darüber, wie viele Aktien es verkaufen will und welchen Erlös es beim Börsengang anpeilt. Die australische Investmentbank Macquarie schätzt, dass China National Nuclear Power rund 50 Milliarden Yuan (6,3 Milliarden Euro) an der Börse holen muss, um die Projekte finanzieren zu können.

Die Börsenpläne des Unternehmens sind bereits im Januar von der chinesischen Wertpapieraufsicht genehmigt worden. Jetzt hat auch das Umweltministerium grünes Licht gegeben. Da China wie kein anderes Land auf Kernkraft setzt und diese in den kommenden Jahren stark ausbauen will, räumt Macquarie-Analyst Patrick Dai den Plänen gute Chancen ein – trotz des derzeit eher trüben Umfeldes für Börsengänge wegen der Schuldenkrise in Europa. dpa

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