Wirtschaft : Chipfabrik: Neue Geldgeber

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Die Terroranschläge in den USA und der Gegenschlag in Afghanistan werden keine negativen Folgen für das arabisch-amerikanische Projekt einer Chipfabrik in Frankfurt (Oder) haben. Vielmehr macht die Finanzierung des Projekts Fortschritte. Der Betreiberfirma Communicant AG ist es seit dem 11. September offenbar gelungen, weitere Geldgeber für die 1,5 Milliarden Dollar teure Investition an der polnischen Grenze zu gewinnen. Wie Communicant-Vorstand Dirk Obermann dem Handelsblatt sagte, seien in den USA mehrere Absichtserklärungen über Anteilskäufe unterzeichnet worden. "Wir sind zuversichtlich, dass wir bis Ende Oktober das geplante Eigenkapital durch Zusagen von Investoren vollständig akquiriert haben", sagte Obermann. Bis Jahresende werde dann die Gesamtfinanzierung stehen.

Es ist das erste Mal, dass Communicant einen konkreten Zeithorizont für das Erreichen des geplanten Eigenkapitals nennt. Es soll nach Informationen des Handelsblatts ein Drittel der Gesamtinvestition betragen, nach gegenwärtigem Stand sind das 500 Millionen Dollar. Frühere Planungen hatten allerdings eine Eigenkapitalquote von 50 Prozent vorgesehen. Obermann versicherte, das Emirat Dubai und der Chiphersteller Intel Corp. als Hauptinvestoren stünden weiterhin voll hinter dem geplanten Chipwerk. So habe Dubai kürzlich die ersten 40 Millionen Dollar seiner Beteiligung von insgesamt 250 Millionen Dollar überwiesen. Intel hat nach eigenen Angaben bisher ebenfalls 40 Millionen Dollar Kapital eingebracht. Hinzu komme der Transfer von Technologie, sagte ein Intel-Sprecher. Damit werde der Gesamtanteil des US-Konzerns an der Chipfabrik rund 20 Prozent betragen.

Günther Jünger, Mitglied der Geschäftsführung von Intel Deutschland, sagte, das Interesse seines Unternehmens an dem Projekt sei trotz der Terroranschläge und der zurzeit schlechten Lage auf dem Chipmarkt unverändert hoch.

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