Chiphersteller : Qimonda drückt Infineon in die Verlustzone

Optimismus trotz höherer Verluste: Infineon legt bei den Neun-Monats-Zahlen eine durchwachsene Bilanz vor. Im Kerngeschäft sieht der Speicherhersteller klare Fortschritte und eine Ergebnisverbesserung.

NeubibergDie tiefroten Zahlen bei der Speicherchip-Tochter Qimonda haben den Halbleiter-Konzern Infineon tiefer in die Verlustzone gedrückt. Im Geschäftsjahr 2006/07 (30. September) stieg der Netto-Verlust von 268 auf 368 Millionen Euro. Der Umsatz ging um rund drei Prozent auf 7,7 Milliarden Euro zurück. Konzern-Chef Wolfgang Ziebart zeigte sich dennoch verhalten zuversichtlich. Ohne Berücksichtigung der Qimonda-Ergebnisse und ohne Sonderaufwendungen seien operativ im neuen Kerngeschäft klare Fortschritte erzielt worden. Auf dieser Basis sei im laufenden Geschäftsjahr sogar eine beträchtliche Ergebnisverbesserung zu erwarten.

Infineon will sich schon seit längerem von dem schwankungsanfälligen DRAM-Geschäft trennen. Künftig will sich der Konzern ganz auf Logikchips für Kunden zum Beispiel in der Autoindustrie und der Telekommunikationsbranche konzentrieren. Noch hält Infineon allerdings rund 79 Prozent der Anteile und muss die Qimonda-Verluste daher konsolidieren.

Auch ohne Berücksichtigung von Qimonda ist die Bilanz allerdings noch getrübt. Der Umsatz ging im Geschäftsjahr leicht auf knapp 4,1 Milliarden Euro zurück. Vor Zinsen und Steuern machte das neue Kerngeschäft einen Verlust von 49 Millionen Euro. Damit fiel der Verlust geringer aus als 2005/06, als das Minus 217 Millionen Euro betrug. (mit dpa)

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