Chronologie : Anfang und Ende der Daimler-Chrysler-Ehe

1998 haben sich die Autohersteller Daimler-Benz AG und Chrysler Corporation nach mehrmonatiger Vorbereitung zusammengeschlossen. Neun Jahre später kam das Ende der transatlantischen Autoehe.

7. Mai 1998:

Die Chefs beider Unternehmen, Jürgen Schrempp (Daimler-Benz) und Robert Eaton (Chrysler), geben die Megafusion vor der Presse in London bekannt. Schrempp: "Dies ist ein historischer Zusammenschluss, der das Gesicht der Industrie verändern wird."

18. September 1998: Die Aktionäre von Daimler stimmen mit über 99 Prozent zu, die Chrysler-Eigner mit mehr als 97 Prozent.

17. November 1998: Tag eins des neuen Unternehmens Daimler-Chrysler AG. Die Aktien werden weltweit an der Börse gehandelt.

1. April 2000: Nach dem Ausscheiden von Eaton wird Schrempp alleiniger Chef des Konzerns.

28. Juli 2000:
Daimler-Chrysler beteiligt sich am japanischen Autobauer Mitsubishi Motors, zieht aber im April 2004 angesichts der hohen Verluste von Mitsubishi die Notbremse und beginnt, sich von dem japanischen Autobauer zurückzuziehen.

17. November 2000: Der Deutsche Dieter Zetsche wird Chef von Chrysler. Unter seiner Führung geht es dem von asiatischer Konkurrenz bedrängten Unternehmenszweig zunächst allmählich wieder besser.

2005: Chrysler trägt einen Operating Profit von 1,5 Milliarden Euro zum Daimler-Chrysler-Ergebnis bei, während Mercedes rote Zahlen schreibt.

1. Januar 2006: Zetsche wird als Nachfolger von Schrempp Vorstandsvorsitzender des Konzerns. Bei Chrysler geht es in dem Jahr wieder abwärts: Die hohen Spritpreise verderben den Amerikanern die Lust auf große Geländewagen und Pickups, die den Großteil der Modellpalette stellen. Chrysler macht einen Milliardenverlust.

14. Februar 2007:
Zetsche kündigt tiefe Einschnitte bei Chrysler an. Bis 2009 sollen 13.000 Stellen gestrichen und die Produktion um 400.000 Fahrzeuge verringert werden. Erstmals schließt er eine Trennung von Chrysler nicht mehr aus.

4. April 2007: Der Vorstandschef bestätigt erstmals Gespräche mit potenziellen Interessenten für die angeschlagene US-Tochter.

14. Mai 2007: Der US-Finanzinvestor Cerberus soll die Mehrheit an Chrysler übernehmen. Fast genau neun Jahre nach der Fusion wollen Chrysler und die künftige Daimler AG wieder getrennte Wege gehen.

3. August 2007: Das Ende der transatlantischen Auto-Allianz von Daimler und Chrysler wird endgültig besiegelt. Cerberus übernimmt 80,1 Prozent an dem US-Autobauer für rund 5,5 Milliarden Euro. Die restlichen 19,9 Prozent bleiben beim bisherigen Mutterkonzern.

4. Oktober 2007: Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung soll der neue Firmenname Daimler AG beschlossen werden.

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