CHRONOLOGIE : Bürgschaftspoker

14.11.2008:

Opel bittet die Bundesregierung sowie die Landesregierungen mit Opel-Werken (Hessen, Nordrhein- Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen) um Bürgschaften für Kredite.

27.2.2009: Opel will sich weitgehend vom Mutterkonzern General Motors (GM) abkoppeln. Der Kapitalbedarf wird auf 3,3 Milliarden Euro geschätzt.



23.4.2009:
Der italienische Automobilkonzern Fiat zeigt Interesse an Opel.

In den Wochen darauf folgen der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna, der belgische Finanzinvestor RHJ International und der chinesische Autohersteller BAIC. Alle drei Interessenten präsentieren der Bundesregierung ihre Übernahmekonzepte.



30.5.2009:
Nach einer Krisensitzung im Kanzleramt wird eine Absichtserklärung unterschrieben, dass Opel mithilfe von Magna auf eigene Beine gestellt werden soll.



1.6.2009:
GM geht in die Insolvenz und befindet sich seitdem mehrheitlich im Besitz der US-Regierung.



10.9.2009:
Der GM-Verwaltungsrat spricht sich für den Verkauf an Magna aus. Die Bundesregierung will den Besitzerwechsel mit Staatshilfen über mehr als vier Milliarden Euro absichern.



3.11.2009:
GM entscheidet überraschend, Opel doch zu behalten. Die deutsche Regierung ist konsterniert.



10.2.2010:
Der neue Opel-Chef Nick Reilly stellt den Sanierungsplan vor, der Opel bis 2012 profitabel machen soll und die Schließung des Opel-Werks in Antwerpen vorsieht.



21.5.2010:
Management und Arbeitnehmer von Opel einigen sich auf einen

Sanierungsbeitrag der Belegschaft in Höhe von 265 Millionen Euro jährlich bis zum Jahr 2014.



7.6.2010:
Spanien bewilligt als zweites Land nach Großbritannien Bürgschaften für Opel in Höhe von 300 Millionen Euro. In beiden Ländern gibt es Opel oder Vauxhall-Werke.



9.6.2010:
Der Lenkungsausschuss des Deutschlandfonds einigt sich nicht auf eine Bürgschaft über 1,1 Milliarden Euro. Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Vorsitz im Ausschuss, und somit obliegt es Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), den Antrag von Opel abzulehnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) meint dazu, das letzte Wort sei noch nicht gesprochen.

10.6.2010: Ein Treffen der Ministerpräsidenten aus den Bundesländern mit Opel-Standorten bei Merkel bleibt ergebnislos: Es gibt keine Bundeshilfen. Tsp

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