Chronologie : Der Börsengang des Hamburger Hafens

Auf turbulente zwei Jahre blickt der Hamburger Hafenbetreiber HHLA AG zurück, von dem 30 Prozent an die Börse kommen sollen. Einige Etappen.

November 2005:

Die Deutsche Bahn interessiert sich für eine HHLA-Beteiligung und stellt einen Umzug ihrer Zentrale nach Hamburg in Aussicht.

22.12.2005: Mit einem Autokorso protestieren HHLA-Beschäftigte gegen den möglichen Verkauf an die Bahn.

13.1.2006: Das Milliardengeschäft zwischen Senat und Bahn platzt. Die Bahn-Zentrale soll nicht nach Hamburg kommen. Der Senat will daraufhin auch keinen Bahn-Einstieg bei der HHLA.

15.6.2006: Die Investorensuche für 49,9 Prozent an der HHLA geht weiter, auch ein Börsengang wird erwogen.

14.12.2006: Mehr als 2000 Beschäftigte protestieren gegen eine Teilprivatisierung, die Arbeit an HHLA-Containerterminals ruht zur Frühschicht.

1.1.2007: Die HHLA-Betriebsräte sprechen sich beim Neujahrsempfang im Rathaus bei Bürgermeister Ole von Beust (CDU) gegen eine Privatisierung aus.

22.2.2007: Demonstration und Kundgebung vor der Hamburger Firmenzentrale.

12.03.2007: Der Betriebsrat verweigert die Genehmigung von Überstunden, leichte Verzögerung bei Schiffs- und Lkw-Abfertigungen.

13.03.2007:
Der Senat entscheidet, dass Hamburg die HHLA teilweise an die Börse bringt. Stopp des Bieterverfahrens. Der Kompromiss wird von den Arbeitnehmern mitgetragen; sie sollen mit einem Aktienprogramm beteiligt werden. Angesichts des Überstunden-Boykotts wollte der Senat Schaden vom Hafen abwenden. Speicherstadt und Fischmarkt bleiben im Firmenbesitz.

5.7.2007: Die Hamburger Bürgerschaft stimmt dem Börsengang endgültig zu.

2.8.2007: Die HHLA bilanziert für 2006 einen Jahresüberschuss von 117 Millionen Euro (plus 68 Prozent); die Erlöse steigen um mehr als ein Fünftel auf erstmals über eine Milliarde Euro (1,017 Mrd).

Oktober 2007: Veröffentlichung des Wertpapierprospekts. Bis zu 22,54 Millionen Aktien sollen angeboten werden. Zeichnungsfrist: frühestens am 26. Oktober, Ende zwischen 1. und 15. November. Notierung an der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) und an der Börse Hamburg. (mit dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben