Wirtschaft : Chrysler kehrt zurück in die Gewinnzone

alf

Daimler-Chrysler hat offenbar die Krise durchgestanden und peilt in den wichtigsten Konzernbereichen ein besseres Ergebnis an. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, hat die Chrysler Group im ersten Quartal einen Gewinn von 127 Millionen Euro erreicht, nachdem die vorhergehenden sechs Quartale jeweils negativ abgeschlossen worden waren. Im ersten Quartal 2001 hatte Chrysler noch ein Minus von 1,4 Milliarden Euro eingefahren. Der Konzern erklärt die Verbesserung im Quartalsbericht mit der günstigeren Kostenstruktur und dem höheren Absatz. In den ersten drei Monaten wurden mit 705 000 Fahrzeugen sieben Prozent mehr Autos der Chrysler-Group an die Händler geliefert als im Vorjahreszeitraum. Auf Grund des höheren Absatzes und der Aufwertung des Dollars gegenüber dem Euro stieg der Chrysler-Umsatz um 17 Prozent auf 16 Milliarden Euro. Daimler-Chrysler insgesamt hat im ersten Quartal ein operatives Ergebnis in Höhe von einer Milliarde Euro erreicht, im Vorjahreszeitraum war ein Verlust von 600 Millionen Euro angefallen. Die Daimler-Chrysler-Aktie notierte am Donnerstagnachmittag bei 51,35 Euro um rund 2,50 Prozent niedriger.

Für den weiteren Jahresverlauf äußert sich der Konzern relativ optimistisch. Jedenfalls hätten sich im ersten Quartal die Märkte "insgesamt besser entwickelt als ursprünglich angenommen. Es mehren sich die Anzeichen, dass sich diese positive Tendenz fortsetzen könnte", heißt es im Quartalsbericht. Allerdings wird auch vor Unsicherheiten gewarnt, wozu die "instabile politische Lage in einigen Regionen und ein möglicher Arbeitskampf in Deutschland" zähle. An der bisherigen Prognose, wonach sich das Ergebnis in diesem Jahr "mehr als verdoppeln" wird, hält Daimler-Chrysler fest. 2001 hatte es einen operativen Gewinn von 1,3 Milliarden Euro gegeben. Inklusive der Sanierungskosten für Chrysler, die Lkw-Tochter Freightliner sowie bei der japanischen Mitsubishi hatte der operative Verlust allerdings 1,3 Milliarden Euro betragen.

Vor allem dank des Verkaufs der restlichen Anteile am ehemaligen Debis Systemhaus an die Deutsche Telekom, der 2,5 Milliarden Euro brachte, kam der Autokonzern im ersten Quartal zu einem Gewinn von 3,1 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis betrug 2,6 Milliarden Euro (Vorjahr: minus 2,4 Milliaren Euro). Insgesamt lieferte der Konzern im ersten Quartal 1,09 Millionen Autos aus (plus drei Prozent). Mercedes-Benz-Pkw und Smart konnten mit 292 500 Fahrzeugen das Vorjahresniveau leicht übertreffen. Das Nutzfahrzeuggeschäft ist dagegen weiter schwach, der Absatz fiel um 15 Prozent. Die Sanierung der US-Tochter Freightliner liege aber weiter im Plan und man erwarte für das Gesamtjahr ein positives operatives Ergebnis.

0 Kommentare

Neuester Kommentar