Wirtschaft : Chrysler sucht Partner

Allianz mit Renault und Nissan im Gespräch

New York - Der notleidende US-Autobauer Chrysler verstärkt offenbar seine Verhandlungen mit den verschwisterten Konzernen Renault und Nissan über eine weltweite Allianz. Chrysler strebe zwar vorrangig noch immer eine Übernahme durch den größten US-Autobauer General Motors (GM) an, berichtete das „Wall Street Journal“ am Dienstag. Dieser Plan stehe aber wegen der leeren GM-Kassen vor massiven Finanzierungsproblemen.

Nissan und Renault könnten mit einer Minderheitsbeteiligung bei Chrysler einsteigen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Insider. In dem globalen Verbund würde Chrysler intakter bleiben als bei einer Übernahme durch die Opel-Mutter GM. Unter dem Dach von GM stünden ein drastischer Abbau von bis zu 40 000 Stellen sowie Milliardeneinsparungen an.

Der Chef von Renault und Nissan, Carlos Ghosn, bevorzugt Kooperationen statt Fusionen. Einen US-Anbieter als dritten Partner im Verbund nannte er erst zuletzt wieder einen logischen Schritt. Ghosn hatte im Jahr 2006 auch bereits mit GM über eine Allianz gesprochen, die Amerikaner wollten dann aber lieber doch eigenständig bleiben. GM und Chrysler wären gemeinsam der nach Verkaufszahlen größte Autobauer der Welt vor dem japanischen Toyota-Konzern. dpa

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