Wirtschaft : "City Report": Große Büros werden in Berlin-Mitte knapp - Sony-Center ist voll vermietet

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Der Regierungsumzug und die wachsende Zahl von Unternehmen, die Büroräume in Berlin suchen, hellen nun offenbar die Stimmung der Immobilienmakler auf. "Viel Optimismus, teilweise sogar schon Euphorie" notieren beispielsweise die Vermarkter von Colliers Müller International in ihrem am Freitag vorgelegten "City Report Berlin 2000-2001". In den vergangenen 18 Monaten habe es bei Nachfrage und Vermietung eine stetige Aufwärtsentwicklung gegeben. "Berlin wird in diesem Jahr wohl endlich die Vermietungsschwelle von 400 000 Quadratmetern überschreiten", sagte der Geschäftsführer von Müller International, Peter Rösler, am Freitag in Berlin.

Erstmals würden mehr Flächen vermietet, als aufgegeben, der Leerstand ist in den vergangenen zwölf Monaten um 200 000 Quadratmeter auf immer noch 1,2 Millionen Quadratmeter geschrumpft. Große Büros in begehrten Lagen aber würden teilweise schon knapp, berichtete der Berliner Niederlassungsleiter von Müller, Jörg Nehls. Dies schlägt sich nun in den Preisen nieder. Am Potsdamer Platz wurden laut Nehls Höchstmieten von bis zu 55 Mark je Quadratmeter erzielt, das Sony-Center ist mit den drei Großabnehmern Deutsche Bahn, Sanofi und Sony selbst bereits voll vermietet. Bescheidener ist die City West mit Spitzen von 37 Mark und einem Durchschnitt von 28 Mark. Belebt haben das Geschäft vor allem einzelne große Verträge, wie mit der Deutschen Bahn, mit Daimler-Chrysler oder der Kassenärztlichen Vereinigung. Zunehmend aber gebe es Anfragen von ausländischen Konzernen und von Investoren. Der Grund: "Im internationalen Vergleich ist Berlin noch extrem preiswert", sagte Rösler.

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