Wirtschaft : Clement: Kaum Jobs durch Aufschwung „Arbeitslosigkeit sinkt Ende 2004“

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(dpa). Die Zahl der Arbeitslosen wird nach Ansicht von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) erst in der zweiten Jahreshälfte 2004 spürbar sinken. „Vielleicht etwa im Oktober“ werde sie „erstmals wieder unter vier Millionen kommen“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Clement sagte, die Zahl der Arbeitslosen werde voraussichtlich erst 2005 im Jahresschnitt unterhalb der VierMillionen-Grenze liegen, 2004 werde sie noch oberhalb dieser Marke verharren. Im zu Ende gehenden Jahr sieht der Minister Deutschland dennoch in wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht auf gutem Kurs. 2004 werde „mit einem Wachstum zwischen 1,5 und 2 Prozent in jedem Fall besser als das alte Jahr“, prognostizierte er.

Eine klare Mehrheit der Menschen in Deutschland ist jedoch laut einer Umfrage von NFO Infratest im Auftrag des „Spiegel“ anderer Meinung. Nur 21 Prozent der rund 1000 Befragten glauben danach, dass die Wirtschaft 2004 wieder an Schwung gewinnt. 78 Prozent meinen, dass es länger dauert. 70 Prozent fürchten zudem, dass die Zahl der Arbeitslosen im neuen Jahr eher steigen wird. Das zu Ende gehende Jahr bewertet die Mehrheit der Bürger schlechter als noch vor einem Jahr. Fast drei Viertel der Deutschen (74 Prozent) sagte einer Forsa-Umfrage im Auftrag von „Bild am Sonntag“ zufolge, dass sich ihre wirtschaftliche Situation 2003 verschlechtert habe.

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