Wirtschaft : Cobra: Der Großaktionär will Fusion von Commerzbank und Dresdner verhindern

Der Commerzbank-Großaktionär Cobra will gegen das von der Bankenaufsicht (BAKred) verhängte Verbot der Stimmrechtsausübung einlegen und vor dem Verwaltungsgericht einen Antrag auf aufschiebende Wirkung einzulegen. Cobra-Geschäftsführer Hansgeorg Hofmann betonte am Donnerstang, die Beteiligungsgesellschaft sei nicht tot. Man wisse sich zu wehren. Cobra-Beirat Klaus-Peter Schneidewind sagte, ein lästiger Aktionär ausgeschaltet werden sollen. Cobra sei ein immenser Imageschaden entstanden, weil das verhängte Verbot mit Unzuverlässigkeit begründet worden sei. Dies wolle man nicht auf sich sitzen lassen. Hofmann betonte, bei einer möglichen Fusion zwischen Dresdner und Commerzbank sei man trotz der Entscheidung der Behörde fest entschlossen die Rolle des Großaktionärs wahrzunehmen. Sonst bestehe die Gefahr, dass die Commerzbank von der Dresdner Bank untergebuttert werde. Eigentlich sei die Fusion bereits durch die Anstrengungen der Dresdner Bank gescheitert, die Commerzbank-Aktie schlecht zu reden. Nach Angaben von Cobra-Anwalt Klaus Hubert Görg vertritt Cobra knapp 24 Investoren. Im wesentlichen handele es sich dabei um vermögende Privatleute aus Deutschland, es sei aber auch ein institutioneller Anleger aus den USA dabei. Keiner der Aktionäre halte mehr als zehn Prozent. Damit habe das BAKred auch kein Eingriffsrecht in deren Rechte.

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