Wirtschaft : Coca-Cola profitiert vom neuen Geschmack

NAME

Atlanta (dpa/Tsp). Coca-Cola, der weltweit größte Softdrink-Hersteller, hat im zweiten Quartal des Jahres 2002 einen kräftigen Gewinnanstieg zu verzeichnen. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia mitteilte, legte der Gewinn um 15 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 1,29 Milliarden Euro) oder 52 Cent je Aktie zu. Der Umsatz stieg ebenfalls um 15 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar, teilte der Erfrischungsgetränkehersteller mit. Das ist der größte Zuwachs, seit der Konzern im Februar 2000 vom neuen Chef Douglas Daft geführt wird. An der Börse konnte sich das Papier am Mittwoch behaupten. Insgesamt hatte die Aktie im zweiten Quartal dieses Jahres knapp sieben Prozent gewonnen.

Vor allem die Geschäfte in Nordamerika konnten ausgebaut werden. Hier stiegen die Verkäufe um vier Prozent. Für Konzernchef Daft gilt das als persönlicher Erfolg. Denn er war im vergangenen Jahr noch erheblich unter Druck geraten. Angesichts der starken Konkurrenz vom wichtigsten Wettbewerber Pepsico hatten Investoren Daft zunehmend dazu gedrängt, mit neuen Produkten einem Verlust von Marktanteilen zuvorzukommen.

So entwickelte das Unernehmen Vanille-Coke und vereinbarte mit Danone die Vermarktung von Evian und anderen Wassermarken. Unterm Strich legte der Getränkeabsatz im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr jeweils um fünf Prozent zu. Dabei konnten die guten Geschäfte in Asien, vor allem in Japan, China, Indien und auf den Philippinen die Schwäche in Lateirika mehr als ausgleichen. So wurde in Asien 14 Prozent mehr verkauft, während das Wachstum in Afrika rund sieben Prozent erreichte. In Europa, Euroasien und im Mittleren Osten wurden Zuwachsraten von drei Prozent verzeichnet. In Lateinamerika wurde immerhin ein Plus von einem Prozent verbucht.

Sonderbelastungen im Halbjahr

Der Halbjahresumsatz erhöhte sich um zehn Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar. Der Halbjahresgewinn hingegen schrumpfte um 41 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar, was auf Sonderbelastungen durch die Einführung neuer US-Buchführungsregeln zurückgeführt wird. Auch Wechselkursveränderungen beeinträchtigten die Ertragsentwicklung, räumte der Konzern ein. Analysten erklärten, das Unternehmen sei auf dem richtigen Weg. Es gebe aber noch Handlungsbedarf. Coca-Cola-Konzernchef Doug Daft verwies dagegen auf das solide Wachstum der Kernmarken, auf die neuen Getränke und strategische Akquisitionen. Das Unternehmen füge Marken mit profitablem Wachstumspotenzial hinzu, sagte Daft. Der Getränkeumsatz soll in diesem Jahr um fünf bis sechs Prozent zulegen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben