Wirtschaft : Commerzbank: Bis 2003 sollen 3400 Stellen gestrichen werden

ro

Frankfurt (Main) (ro). Die Commerzbank schreibt derzeit rote Zahlen und wird auch deshalb bis 2003 rund 3400 ihrer weltweit rund 40 000 Arbeitsplätze streichen. Dies ist zentraler Bestandteil des Sanierungsplanes, den Vorstandssprecher Klaus-Peter Müller am Montag dem Aufsichtsrat präsentierte. Entlassungen sollen allerdings vermieden werden. Der Abbau soll weitgehend sozialverträglich über Vorruhestand und flexible Arbeitszeitmodelle realisiert werden. Auch beim Sachaufwand soll gespart werden. Wie erwartet werden allerdings die beiden Vorstandsmitglieder Heinz Hockmann und Norbert Käsbeck spätestens zum 1. November ausscheiden.

Müller räumte gegenüber den Aufsichtsräten ein, dass die Bank im Juli und August nach Steuern einen Verlust von insgesamt 120 Millionen Euro hinnehmen musste. Der September sehe ähnlich schlecht aus. Damit steht fest, dass die Bank auch im dritten Quartal deutlich ins Minus rutscht, möglicherweise mit fast 200 Millionen Euro. Im gesamten Jahr will das angeschlagene Kreditinstitut allerdings schwarze Zahlen schreiben und auch für 2001 eine Dividende ausschütten. Allerdings wird auch das jetzt verkündete Sanierungsprogramm die Ergebnisrechnung der Bank belasten. Jeder Arbeitsplatz, der bei Großbanken abgebaut wird, schlägt in der Regel mit Einmalkosten von 80 000 Euro zu Buche. Je nachdem wie viele Jobs noch in diesem Jahr gestrichen werden, fällt bei der Commerzbank allein dafür ein Millionen- Aufwand an.

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