Wirtschaft : Commerzbank bleibt im Rennen

-

Frankfurt am Main - Während immer mehr potenzielle Bieter aussteigen, will die Commerzbank im Rennen um den Zuschlag für die Landesbank Berlin (LBB) weiter ernsthaft mitmischen. „Wir werden nicht aussteigen, wir stecken mitten in der Prüfung der Landesbank“, sagte ein hochrangiger Manager am Mittwoch in Frankfurt. Finanzvorstand Eric Strutz sagte bei der Erläuterung des Zwischenberichts, der Fokus für Zukäufe in Deutschland liege „derzeit auf der Landesbank Berlin“.

Ein Kauf der Landesbank Berlin und damit der Berliner Sparkasse würde den Marktanteil der Commerzbank im bundesweiten Privatkundengeschäft von nur 2,5 Prozent zumindest in Berlin mit einem Schlag „um ein Vielfaches“ erhöhen. Derzeit betreibt das Institut in Berlin rund 60 Filialen, der Marktanteil liegt damit bei sechs bis acht Prozent. Angesichts steigender Gewinne erachtet sich die Commerzbank als stark genug für die Übernahme der LBB. „Wir wollen weiter wachsen. Dafür nehmen wir auch Geld in die Hand“, sagte Strutz. Man werde aber für die LBB „nicht überbezahlen“.

In den ersten drei Monaten konnte die zweitgrößte private deutsche Großbank ihr um Einmalbeträge bereinigtes Betriebsergebnis um 55 Prozent steigern. Die 908 Millionen Euro waren allerdings gut fünf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. 2006 war das Ergebnis aber von den Erlösen aus dem Verkauf der Korea Exchange Bank geprägt. Auch der Gewinn nach Steuern war deshalb im ersten Quartal mit 609 Millionen Euro 18 Prozent niedriger als vor Jahresfrist. Weil das Geschäft mit dem Mittelstand und mit Privatkunden gut läuft, ist Strutz zuversichtlich, dass die Renditeziele für 2007 übertroffen werden. Bislang peilt die Bank gut 12 Prozent nach Steuern an. ro

0 Kommentare

Neuester Kommentar