• Commerzbank: Darf die Cobra doch beißen? - Großinvestor hält Bescheid des Bundesaufsichtamt für irrelevant

Wirtschaft : Commerzbank: Darf die Cobra doch beißen? - Großinvestor hält Bescheid des Bundesaufsichtamt für irrelevant

Die Cobra Beteiligungsgesellschaft darf ihre Stimmrechte nach Ansicht eines Investors bei den Commerzbank-Anteilen doch frei ausüben. WCM-Großaktionär Karl Ehlerding, einer der 30 Investoren der Cobra, hält den ablehnenden Bescheid des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen (BAKred) für irrelevant, meldete das Anlegermagazin "Focus-Money" am Mittwoch. "Wir haben der Cobra die Stimmrechte nur zur Vertretung auf der Commerzbank-Hauptversammlung übertragen", sagte er. Die Cobra selbst besitze gar keine Aktien. "Die Papiere", sagte Ehlerding, "halten die Investoren persönlich. Wir haben 17 Prozent der Stimmen, und wenn Commerzbank und Dresdner fusionieren wollen, brauchen sie unsere Zustimmung." Sollte die Fusion mit der Dresdner Bank scheitern, stünden sieben weitere europäische Institute für eine Übernahme des Commerzbank-Pakets bereit.

Der Commerzbank-Großaktionär Cobra bleibt jedoch im Visier der Bankenaufsicht. "Eine Rückübertragung der Stimmrechte auf die einzelnen Aktionäre würde die Anteilseignerkontrolle durch das Bundesaufsichtsamt nicht automatisch beenden", so BAKred-Präsident Jochen Sanio gegenüber der Wochenzeitung "Die Zeit". Im Übrigen stehe es der Cobra frei, die "Verfügung im Wortlaut bekannt zu machen. Die Öffentlichkeit könnte sich dann ein Bild von der Begründung unseres Vorgehens machen".

Am Montag war bekannt geworden, dass die Aufsicht der Cobra die Ausübung ihrer Stimmrechte bei der Commerzbank untersagt hat. Das BAKred hatte seine Entscheidung nicht offiziell begründet.

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