Wirtschaft : Commerzbank droht Ärger in den USA Mitarbeiter in New York verhaftet

Washington - Ein ehemaliger Steuerprüfer ist in der Nähe von New York festgenommen worden, weil er nach Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden ein Steuerstrafverfahren zu beeinflussen versucht hat. Der 59-jährige Dennis Lerner war im September 2011 zu einer ausländischen Bank gewechselt, mit der er zuvor an einem 210 Millionen Dollar schweren Vergleich gearbeitet hatte. Dabei handelt es sich um die Commerzbank, wie eine mit der Ermittlung vertraute Person am Freitag sagte. Die Bank wollte sich zu der Angelegenheit zunächst nicht äußern.

Lerner hatte von 2010 bis 2011 als Steuerprüfer gearbeitet und die Verhandlungen mit der Bank zur Beilegung des Steuerstreits geleitet. Zugleich bewarb er sich um einen Job bei dem Institut – ohne Wissen seines bisherigen Arbeitgebers. Im September 2011 wechselte er tatsächlich zu der Bank, bei der er für Steuerangelegenheiten zuständig war.

Trotz Warnungen habe er Kontakt zu ehemaligen Kollegen gehalten, hieß es in der Mitteilung des Staatsanwalts. Er habe sich bei ihnen nicht nur über den Stand der Gespräche kundig gemacht, sondern sie auch dazu genötigt, dem Vergleich zuzustimmen. Wegen Verstoßes gegen die Vorschriften zu Interessenkonflikten und Verrat vertraulicher Informationen drohen Lerner bis zu 20 Jahren Haft. rtr

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