Commerzbank : Einstieg in Russlands Bankengeschäft

Die Commerzbank will ins russische Privatkundengeschäft einsteigen. Der dortige Boom des Banken-Markts zieht immer mehr Investoren an.

Frankfurt/Main - Im Zuge einer Kapitalerhöhung im Herbst will Deutschlands viertgrößtes Geldhaus einen Anteil von 15,3 Prozent an der Promsvyazbank, der Nummer zwölf in Russland, übernehmen. "Die Commerzbank will ihr Geschäft auf dem boomenden russischen Bankenmarkt verstärken", hieß es.

Wie viel die gelbe Bank dafür zahlt, wollte sie nicht verraten. Die Commerzbank, die bisher in Russland nur im Firmenkundengeschäft tätig ist, denkt nach eigenen Angaben jedoch darüber nach, schrittweise die Mehrheit der Moskauer Bank zu übernehmen.

Die 1995 gegründete Promsvyazbank betreut in ihren 115 Filialen in ganz Russland mit 4000 Mitarbeitern vor allem Mittelständler, investierte zuletzt aber stark in das Geschäft mit Privatkunden. Sie ist mehrheitlich in den Händen der Brüder Alexei und Dmitry Ananev und kommt auf eine Bilanzsumme von 3,7 Milliarden Euro.

Der russische Banken-Markt wächst rasant und wird immer mehr zum Ziel ausländischer Investoren. Die Deutsche Bank etwa übernahm im Februar die Investmentbank United Financial Group (UFG) zu 100 Prozent. Auch die französische Societe Generale, die österreichische Raiffeisen International und OTP aus Ungarn investierten vor kurzem in Russland. (tso/AFP)

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