Wirtschaft : Commerzbank erwägt Abbau von 6500 Jobs Mehr als zehn Prozent der Stellen sind gefährdet

Frankfurt am Main - Bei der Commerzbank geht das Zittern um tausende Arbeitsplätze weiter. Am Freitag machten erneut Berichte über einen großen Personalschnitt im Inlandsgeschäft die Runde. Die Bank erwägt demnach den Abbau von 4000 bis 6500 Stellen in Deutschland. Beim geplanten Umbau der teilverstaatlichten Bank könnten zehn bis 15 Prozent der zuletzt rund 43 400 Stellen im Inland auf der Kippe stehen, berichtete etwa die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf Finanzkreise. Die Gewerkschaft Verdi kündigte Widerstand an.

In dem Bericht hieß es, bei der genannten Zahl handele es sich nur um eine vorläufige Größenordnung. Bei den im Februar startenden Gesprächen mit dem Betriebsrat könne die Zahl noch deutlich sinken. Die Bank selbst wollte die Informationen nicht kommentieren. Spekulationen über einen massiven Abbau von bis zu 6000 Stellen gibt es bereits seit mehreren Monaten, nachdem Commerzbank-Chef Martin Blessing im Sommer angekündigt hatte, den Gewinn im bisher schwachen Geschäft mit Privatkunden deutlich steigern zu wollen.

Die Gewerkschaft Verdi kündigte am Freitag erneut entschlossenen Widerstand gegen die Streichpläne an. „Unser Ziel ist es, den Stellenabbau so weit zu begrenzen, wie es irgend geht“, erklärte ein Sprecher in Berlin. Der Vorstand habe seine Ankündigungen bislang nicht konkretisiert. Laut Verdi gilt der Kündigungsschutz aus der Integration von Commerzbank und Dresdner Bank noch bis Ende 2013. Dieser Schutz müsse auf jeden Fall verlängert werde, hatte die Gewerkschaft im November verlangt.dpa

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