Wirtschaft : Commerzbank erwartet erst 2004 bessere Geschäfte

Vorstandssprecher Müller für Fusion mit europäischem Partner

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Frankfurt (Main) (rtr). Die Commerzbank rechnet für 2003 mit keiner nachhaltigen Geschäftsbelebung. „Wir sind gut beraten, im kommenden Jahr keine signifikante Verbesserung zu erwarten“, sagte Vorstandssprecher KlausPeter Müller dem „Wall Street Journal“. „Wir können vor 2004 keine guten Zahlen erwarten.“ Die Commerzbank leidet wie die übrige Finanzbranche unter den schwachen Aktienmärkten. Die Bank hatte wegen hoher Abschreibungen auf Beteiligungen im dritten Quartal 2002 einen Verlust vor Steuern von 133 Millionen Euro verbucht.

Durch Personalabbau drückt das Institut zurzeit die Kosten und trennt sich außerdem von Randaktivitäten. Das dürfte dazu führen, dass die Commerzbank im Jahr 2005 wieder ihre Kapitalkosten verdienen werde, sagte Müller. „Eine Eigenkapitalrendite von zehn Prozent in drei Jahren zu erreichen ist realistisch und erreichbar, wenn sich das Geschäftsumfeld nur ein wenig normalisiert.“ Müller sehe eine mögliche Fusion mit der Münchener Hypo-Vereinsbank nur als ersten Schritt für eine europäische Konsolidierung der Bankenlandschaft, schreibt die Zeitung. „Ein Zusammenschluss im Heimatmarkt wäre nur ein vorbereitender Schritt für eine grenzüberschreitende Fusion. Der Name unseres neuen Heimatmarktes ist Europa“, sagte der Commerzbank-Chef. Der scheidende Hypo-Vereinsbank-Chef Albrecht Schmidt hatte sich erst vor einigen Tagen offen für ein Zusammengehen der beiden Großbanken gezeigt.

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