Wirtschaft : Commerzbank hat nicht genug gespart

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Frankfurt (Main) (rtr). Das Spar- und Reformprogramm der Commerzbank bringt nicht den gewünschten Erfolg. „Auf Grund der drastisch veränderten Rahmenbedingungen gehen wir davon aus, von dem bis 2003 geplanten Ergebnisbeitrag von 1,6 Milliarden Euro vor Steuern bis 2003 nur noch knapp 40 Prozent des ursprünglich erwarteten Erfolgsbeitrages zu erwirtschaften“ sagte Vorstandssprecher Klaus-Peter Müller am Freitag bei der Hauptversammlung in Frankfurt. „Wir werden aber versuchen, durch ergänzende Maßnahmen die entstandene Lücke zu verkleinern“. 2002 hätte das Programm zusätzlich 500 Millionen Euro einbringen sollen.

Die Eigenkapitalrendite der Commerzbank aus dem operativen Geschäft solle 2002 auf vier bis fünf Prozent nach 0,9 Prozent 2001 steigen. Müller bekräftigte erneut das Ergebnisziel von 700 bis 800 Millionen Euro vor Steuern. Zudem kündigte er an, im Zuge der „Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft“ (MaK) weitere 150 bis 250 Vollzeitstellen bis zum Jahr 2005 abzubauen. So werde es im inländischen Firmenkundengeschäft eine Zentralisierung auf 20 Gebietsfilialen und im Privatkundengeschäft auf sechs Kreditzentren geben, sagte Müller. Im Zuge der geplanten Kosteneinsparungen hat die Bank bereits angekündigt, bis Ende kommenden Jahres 3400 ihrer rund 40000 Stellen abbauen zu wollen. Außerdem seien 1700 vakante Stellen gestrichen worden.

Hinsichtlich der Eigenkapitalrendite sagte Müller: „Aus dem operativen Geschäft erwarten wir eine Eigenkapitalrendite von vier bis fünf Prozent.“ Einschließlich des Ertrages aus Beteiligungsverkäufen und der Entkonsolidierung der Hypothekenbanktochter Rheinhyp soll die Rendite auf neun bis zehn Prozent steigen. Rheinhyp wird in den neuen Hypothekenriesen Eurohyp eingebracht, einer Fusion der Hypothekentöchter der drei Frankfurter Großbanken.

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