Wirtschaft : Commerzbank muss sparen

Vorstandsbezüge sinken/Fusion mit Hypo-Vereinsbank denkbar

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Berlin (fmd/HB). Den Rekordverlust der Commerzbank AG im vergangenen Jahr bekommen auch die Vorstandsmitglieder zu spüren. Im Vergleich zu 2002 verringerte sich die Vergütung der sieben Topmanager von 11,1 Millionen Euro auf sieben Millionen Euro. Allerdings konnte Vorstandsprecher KlausPeter Müller sein Salär von 1,26 Millionen Euro auf 1,42 Millionen Euro steigern. Während die festen Bezüge der Vorstände bei je 360 000 Euro verharrten, verringerte sich die variable Vergütung um 37 Prozent. Die variable Vergütung orientiert sich an geschäftlichen Erfolgen des Konzerns und am Erreichen individueller Ziele.

Die Commerzbank erlitt 2003 einen Verlust nach Steuern von 2,32 Milliarden Euro. Indes hat sich „die gute Entwicklung des Konzerns vom Januar zwischenzeitlich weiter fortgesetzt“, teilte das Institut mit, ohne Zahlen zu nennen. Das operative Ergebnis von Januar allein war bereits höher als das gesamte, allerdings schwache letzte Quartal 2003, in dem ein operatives Ergebnis von 92 Millionen Euro erzielt wurde. In einem Brief an die Aktionäre sieht sich Vorstandssprecher Müller verpflichtet, „Alternativen im laufenden Konsolidierungsprozess des deutschen oder europäischen Finanzmarktes zu prüfen“. Allerdings hält er unter den Großbanken derzeit nur die Hypo-Vereinsbank und die Commerzbank in Deutschland für fusionsfähig, sagte Müller dem „Rheinischen Merkur“. Für eine nationale Lösung stehe die Deutsche Bank offensichtlich nicht zur Verfügung.

Schon seit längerer Zeit halten sich Gerüchte um eine Fusion von Commerzbank und Hypo-Vereinsbank. Maßgeblich hängt eine Fusion von den institutionellen Anlegern bei der Commerzbank ab. Denn diese haben ihren Anteil nach der neuesten Analyse des Aktionärskreises innerhalb von zehn Jahren von 49 Prozent auf 76 Prozent erhöht.

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