Wirtschaft : Commerzbank plant neue Stellen Übernahme und Großfusion sind vom Tisch

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Frankfurt am Main Die Commerzbank will 2005 in Deutschland „selektiv und behutsam“ neue Mitarbeiter einstellen. Eine absolute Zahl nannte Vorstandssprecher Klaus-Peter Müller am Mittwoch auf der Bilanz-Pressekonferenz allerdings nicht. Neueinstellungen könnte es im Privat- und Firmenkundengeschäft und in der Leasing-Sparte geben.

Im vergangenen Jahr hatte die Commerzbank die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland bei rund 25400 stabil gehalten, im Ausland waren durch die Übernahme der polnischen BRE-Bank rund 500 dazu gekommen. Insgesamt beschäftigte die viertgrößte deutsche Bank Ende 2004 weltweit rund 32800 Mitarbeiter.

Vor allem im Privatkunden- und Mittelstandsgeschäft will die Commerzbank in den kommenden Jahren wachsen. Auch Übernahmen hat Vorstandschef Müller im Auge. Ein konkreter Name stehe derzeit aber nicht auf seiner Liste. Vor allem im Konsumentenkreditgeschäft würde Müller die Position seines Hauses gerne verstärken. Eine Übernahme der Commerzbank sieht der Banker nicht. Auch das Thema Großfusion in Deutschland ist derzeit offenbar angehakt.

Nach fast drei Jahren Restrukturierung, der seit Ende 2001 fast 7000 Arbeitsplätze zum Opfer fielen, sieht Müller sein Haus wieder in einer soliden Position. Nach der Deutschen Bank sei die Commerzbank die rentabelste Großbank in Deutschland. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern lag 2004 bei 8,1 Prozent, der Vorsteuergewinn bei 828 Millionen Euro nach einem Verlust von 1,98 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Bis auf das Investmentbanking steuerten 2004 alle Bereiche ihren Anteil zum Gewinn bei.

Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich Müller am Mittwoch „nicht euphorisch, aber zuversichtlich“. Die Nachsteuerrendite soll von derzeit 4,4 Prozent auf mindestens acht Prozent steigen und im kommenden Jahr auf mehr als zehn Prozent zulegen. ro

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