Wirtschaft : Commerzbank sucht neue Partner für Kirch

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Frankfurt/Essen (dpa). Nach dem Rückzug der WAZ-Gruppe sucht die Commerzbank neue Partner für ein Übernahmeangebot für die insolvente Kirch Media. „Wir bedauern die Absage der WAZ“, sagte ein Commerzbank-Sprecher am Dienstag in Frankfurt. Das Kreditinstitut wolle das Projekt aber weiterführen. Mögliche neue Partner wurden nicht genannt. Bei der WAZ steht nach dem Nein der Geschäftsführung noch die Entscheidung der Gesellschafter des Familienkonzerns aus. Es ist aber zu erwarten, dass sich diese der Empfehlung des Managements anschließen. Als weitere Interessenten gelten die Verlage Springer und Bauer.

Die Gruppe um die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ sowie die Commerzbank und das Filmstudio Columbia hatten ein gemeinsames Gebot zur Übernahme der Kirch Media mit ihrem TV-Konzern Pro Sieben SAT 1 geprüft. Die WAZ-Geschäftsführung sprach sich am Montagabend einstimmig gegen eine Beteiligung aus. Die Entscheidung kam für Kirch Media und Commerzbank überraschend. Der Beschluss der Geschäftsführer beruhe auf der Analyse der gegenwärtigen wirtschaftlichen Daten und Konstellation bei Kirch Media, hieß es bei der WAZ. Während die Fernsehsparte der KirchMedia mit Pro Sieben SAT 1 und der Filmrechtehandel als lukrativ eingestuft werden, sei der Sportrechtehandel mit Risiken behaftet, heißt es in der WAZ-Gruppe.

Kirch Media reagierte am Montagabend gelassen auf die Entscheidung der WAZ, sagte ein Kirch Media-Sprecher in München. Das Amtsgericht München hatte am Montag mitgeteilt, das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Kirch Media sei eröffnet worden. Damit ist der Weg frei für einen Verkauf weiterer Teile der früheren Kerngesellschaft des Kirch-Imperiums.

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