Wirtschaft : Compaq: PC-Hersteller will im Internet durchstarten

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Compaq will seine Position in Deutschland ausbauen. Der Computerhersteller mit Sitz in Dornach bei München hat die Verschmelzung des Gesamtkonzerns mit den Konkurrenten Tandem und Digital dieses Jahr bewältigt und will nun durchstarten. Antrieb sollen neue Internetprodukte sein. Der deutsche Ableger des Konzerns plant, seine Umsätze 2001 um rund ein Fünftel auf knapp fünf Milliarden Mark hochschrauben und damit zweimal schneller wachsen als der Markt. Dies sagte Deutschland-Chef Peter Mark Droste vor Journalisten in München. "Wir sind auf der Siegerstraße," sagte er.

Schon im Vorjahr seien lange defizitäre Bereiche wie vor allem das Massengeschäft mit Personal Computern für Privatkunden trotz anhaltender Preisschlachten wieder in die Gewinnzone geführt worden, teilte das Unternehmen mit. Im PC-Geschäft reklamieren die Texaner hier zu Lande bei einem Marktanteil von gut elf Prozent den zweiten Rang hinter dem Konkurrenten Fujitsu Siemens. Dieser musste jedoch im Gegensatz zu Compaq hohe Verluste hinnehmen. In Deutschland habe der Gesamtkonzern 2000 ein gutes Jahr hinter sich gebracht. Für viele zukunftsweisende Internetprodukte war es ein Pilotmarkt, sagte Droste. So soll nach dem aktuellen Markterfolg eines internetfähigen Compaq-PCs im Westentaschenformat hier zu Lande auch mit transportablen Kfz-Navigationsgeräten und anderen Internetanwendungen der Markt erobert werden. Die eigentliche Stärke des US-Konzerns liegt im Hardware- und Servicegeschäft mit großen Firmenkunden.

Der Mittelstand biete noch Wachstumspotenzial, sagte Droste. Im Jahr 2000 habe die deutsche Compaq bei einem zwölfprozentigen Umsatzplus auf 4,1 Milliarden Mark eine zweistellige Umsatzrendite erreicht. Auch das Personal soll nun tendenziell wieder aufgestockt werden, nachdem vor allem die nun in Compaq integrierte Digital in Deutschland zuletzt einen kräftigen Stellenabbau verkraften musste. Mittelfristig könnten in Europa neue Werke entstehen, sagte Droste. Ende 2000 arbeiteten in Deutschland rund 2300 Personen für den amerikanischen Konzern.

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