Computer-Prozessoren : Intel mit 39 Prozent Gewinnrückgang

Ihre erbitterte Rivalität kommt die Chip-Hersteller Intel und AMD teuer zu stehen. Der Preiskrieg und hohe Restrukturierungskosten drückten den Intel-Gewinn allein im Schlussquartal um 39 Prozent.

Santa Clara - Auch AMD leidet schwer unter dem Kampf mit dem viel größeren Konkurrenten und hatte vor wenigen Tagen schwächere Ergebnisse für das vierte Quartal 2006 angekündigt. AMD hatte Intel mit neuen Chips verstärkt Marktanteile abgenommen, der Branchenprimus setzte im vergangenen Jahr alle Hebel in Bewegung, um wieder die Initiative zu ergreifen.

In seiner Produktoffensive bringt Intel unter anderem vor AMD PC-Chips mit vier Rechenkernen auf den Markt. Für das zweite Halbjahr ist der Start der Massenproduktion auf Grundlage der neuen 45-Nanometer-Technologie geplant, mit der leistungsfähigere Chips kostengünstiger hergestellt werden sollen.

Otellini sprach von einem starken vierten Quartal mit höheren Verkaufspreisen und Rekordauslieferungen in den am schnellsten wachsenden Marktbereichen. Vor allem im Server- und Notebook-Bereich seien die Durchschnittspreise nach oben gegangen, sagte Schwaderer. "Und mit den neuen Core-Architekturen konnten wir unseren Vorsprung vor der Konkurrenz weiter ausbauen", sagte Schwaderer. Von den neuen Mehrkerne-Prozessoren seien 2006 bereits insgesamt 70 Millionen Stück verkauft worden.

Dual-Core-Prozessoren bringen Intel nach vorne

In Deutschland konnte Intel seinen Marktanteil weiter deutlich ausbauen, sagte Schwaderer. Genaue Prozentanteile nannte das Unternehmen nicht. Die Technologie-Affinität unter den Kunden sei hier zu Lande sehr ausgeprägt. "Nirgends sonst wurden unsere Dual-Core-Prozessoren so schnell angenommen wie in Deutschland." In der Region Europa/Naher Osten/Afrika sackte der Umsatz dagegen um 17 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar ab. In Nord- und Südamerika verbuchte Intel im vierten Quartal eine Umsatzsteigerung von neun Prozent auf zwei Milliarden Dollar. In Japan stagnierte der Umsatz mit 936 Millionen Dollar.

Im Oktober-Dezember-Abschnitt verdiente Intel unter Ausklammerung von bestimmten Sonderfaktoren 30 Cent je Aktie, während die Wall Street auf dieser Basis von 25 Cent je Aktie ausgegangen war. Der Quartalsumsatz schrumpfte um fünf Prozent auf 9,7 Milliarden Dollar. Für das laufende erste Quartal 2007 erwartet das in Santa Clara (Kalifornien) ansässige Unternehmen einen Umsatz von 8,7 bis 9,3 Milliarden Dollar. (tso/dpa)

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