Computerspiele : Games-Entwickler Kabam kommt nach Berlin

In den App-Stores für Smartphones und Tablets gehören Spiele zu den umsatzstärksten Anwendungen. Die kalifornische Firma Kabam will ihr Games-Geschäft in Europa künftig von Berlin aus unterstützen.

Ein Hobbit-Spiel gehört zu den derzeitigen Produktionen von Kabam. Nach eigenen Angaben macht das Unternehmen 45 Prozent seiner Umsätze in den USA.
Ein Hobbit-Spiel gehört zu den derzeitigen Produktionen von Kabam. Nach eigenen Angaben macht das Unternehmen 45 Prozent seiner...Screenshot: Tsp

Der kalifornische Spieleentwickler Kabam hat am Montag seine Niederlassung in Berlin eröffnet. In der Hauptstadt sollen künftig 50 Mitarbeiter für das Wachstum in den europäischen Märkten sorgen. „Wir machen rund 45 Prozent unseres Umsatzes außerhalb der USA, davon hauptsächlich in Europa, sagte Unternehmenssprecher Steve Swasey. Kabam sei einer der wenigen Entwickler, die Spiele über alle Plattformen hinweg produzieren - vom Webbrowser über das Tablet bis zum Smartphone.

In Berlin reize die Firma vor allem das internationale Umfeld. Allerdings treffen die Amerikaner auch auf Konkurrenz: Wooga etwa zählt zu den großen Start-ups der Berliner Gründerszene.

In London feiert Kabam in den kommenden Tagen die Premiere seines Spiels „The Fast And Furious“, eine Franchise-Produktion mit dem Filmstudio Universal. Das Spiel für mobile Geräte komme kurz nach dem Start des Films auf den Markt, sagte Swasey. Die grafische Qualität des Auto-Rennspiels sei inzwischen mit der auf Spielekonsolen vergleichbar.

Kabam produziert seit 2009 Spiele für mobile Geräte und für den Webbrowser. „Wir sind als Anbieter auf Facebook gestartet“, sagte Swasey. Seit 2011 sei das Unternehmen unabhängig und produziere Spiele für alle mobile Plattformen und auf verschiedenen sozialen Plattformen wie Google+ oder Yahoo. Nach vier Finanzierungsrunden, an denen sich zum Beispiel auch Intel und Google beteiligt hatten, sei das Unternehmen inzwischen profitabel.

Der Entwickler mit Niederlassungen in Peking, Austin (Texas), Vancouver, Luxemburg und Stammsitz in San Francisco erwartet nach Angaben von Swasey in diesem Jahr einen Umsatz von 270 Millionen Dollar. Im vergangenen Jahr habe Kabam ein Wachstum von 70 Prozent auf 180 Millionen Dollar hingelegt.

Geld verdient Kabam mit seinen kostenlosen „Free to Play“-Spielen durch zusätzliche Funktionen. So kann der Spieler etwa die Wunschfarbe seines Autos oder eine bestimmte Marke kostenpflichtig dazubuchen. Zusätzliche Einnahmen durch integrierte Werbung in den Spielen sind für Kabam derzeit kein Thema. (dpa)

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