Wirtschaft : COMPUTERSYSTEME Ein dichtes Netz

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Eine besondere Gefährdungslage für ITAnlagen von Unternehmen und Infrastruktureinrichtungen ist nach Ansicht von Experten durch den Krieg am Golf nicht gegeben. Dem Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik lägen keine Meldungen vor, sagt Michael Dickopf, der Sprecher des Amtes. Er bezieht sich dabei auf die Erkenntnisse der verschiedenen so genannten Computer Emergency Response Teams in Deutschland. Allerdings, so Dickopf, bestehe eine gewisse Gefährdung für Computernetzwerke ständig.

Um die Vorteile des E-Commerce nutzen zu können, wurde die Vernetzung der Unternehmen in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Die Just-in-Time-Produktion setzt voraus, dass die Systeme der Industrie nahtlos mit Zulieferern und Handel verbunden sind. Jedes Glied dieser Kette muss somit stark genug sein, um den Angriffen standzuhalten. Zu den Vorkehrungen, mit denen Unternehmen die Sicherheit ihrer Netze und Einrichtungen gewährleisten, gehören im wesentlichen drei Bestandteile. Firewall-Rechner schotten das innerbetriebliche Netz gegenüber dem Internet ab. Anti-Viren-Programme sollen vor den derzeit rund 60 000 Viren, Würmern und Trojanischen Pferden schützen. Und über so genannte Einbrucherkennungssysteme wird festgestellt, ob Angriffe sowohl vom Internet als auch aus dem Unternehmen selbst erfolgen.

Während die meisten Großunternehmen diese Systeme selbst warten und pflegen, haben sich Dienstleister wie Symantec darauf spezialisiert, entsprechende Service-Pakete vor allem für mittelständische Unternehmen anzubieten. Wegen des günstigen Preis-Leistungsverhältnisses sind zudem Linux-Firewall-Systeme mit integrierter Anti- Viren-Software beliebt. sag

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