Wirtschaft : Condat bündelt Daten der Verwaltungen

BERLIN (fbe).Auf dem Weg zu einer kundennäheren und bürgerfreundlicheren öffentlichen Verwaltung hat der Berliner Senat für Inneres Anfang Oktober ein Projekt zur Datenzusammenführung gestartet.Am Dienstag stellten die beauftrage Firma, Condat, und die Senatsverwaltung das Projekt vor: "Berlin ist in Bewegung - auch die Verwaltung", sagte Condat-Geschäftsführer Pedro Schäffer.

Condat leitet und realisiert in Kooperation mit seinem Partnerunternehmen, der Gesellschaft für Informatik, Verkehrs- und Umweltplanung (IVU), das Projekt "VeZuDa", das die Datenmengen der Verwaltung vereinheitlichen und zusammenführen soll.Damit sollen die heute noch sehr unterschiedlichen Datenverarbeitungssysteme der verschiedenen Fachressorts, die bisher einen reibungslosen Datenaustausch verhinderten, für alle zugänglich werden.

Ziel der Verwaltungsreform ist zunächst die Kostensenkung.Die öffentlichen Einrichtungen sollen dezentralisiert, mehr Entscheidungen und Zuständigkeiten von der Zentralverwaltung an die Bezirke abgegeben werden.So sollen die Verwaltungen Berlins kundennäher werden, ohne daß dabei die Vorteile einer zentralen Datenverwaltung verlorengehen.Außerdem sollen die Bürger in Zukunft die verschiedensten Angelegenheiten, für die sie heute noch mehrere Ämter aufsuchen müssen, an einer Stelle oder sogar über das Internet erledigen können.

Das erfordert allerdings einen hohen technischen Aufwand.Denn obwohl kundennahe Ämter in die Bezirke sollen, müssen die Verwaltungen enger als bisher zusammenarbeiten, um den zuverlässigen Datenaustausch zu gewährleisten.Beide Aspekte soll Condat in dem 3,5 Mill.DM teuren Projekt realisieren, das Anfang des Monats anlief.Der Senat läßt in einem ersten Schritt raumbezogene Daten wie Straßen, Grundstücke, Adressen und das Katasterwesen erfassen, da eine Bündelung dieser Werte am Notwendigsten erscheint.

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