Wirtschaft : Credit Suisse im Internet: Europäischer Investment-Dienst soll eine Million Kunden anziehen

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Die Schweizer Credit Suisse First Boston (CSFB) startet im Herbst einen paneuropäischen Investment-Service im Internet. Ab Oktober können Kunden aus elf europäischen Ländern an 15 wichtigen Börsenplätzen weltweit Wertpapiere ordern. Derzeit können sich die Anleger unter www.credit-suisse.net registrieren lassen. Dort erhalten sie zudem Finanzinformationen. Ab Herbst sollen die Kunden an 15 verschiedenen Börsenplätzen ordern können, unter anderem in Frankfurt, London, New York und der Schweiz. Die Transaktion über das Internet soll bis Ende des Jahres eine einheitliche Gebühr von 25 Euro kosten. Wer telefonisch ordert, zahlt 20 Euro mehr. Die Depotgebühr liegt bei 0,2 Prozent pro Jahr, ab 10 Transaktionen jährlich halbiert sie sich. Ab Anfang 2001 staffeln sich die Preise je nach Transaktionsgröße und Markt. So kostet eine Order in Höhe von 5000 Euro an einem A-Markt wie der Nasdaq 25 Euro, in einem C-Markt wie Schweden dagegen 55 Euro. Den Handel von Warrants über Xetra wollen die Schweizer im 1. Quartal 2001 ermöglichen, Unternehmensanleihen folgen im 3. Quartal 2001.

Die Marketingaufwendungen für den neuen Auftritt wollen die Schweizer zunächst bewusst gering halten. Man prüfe erst die volle Funktionalität: "Wir wollen auch von den Konkurrenten lernen", sagt Ivo Furrer, einer der Vorstände des Bereichs E-Business. Nach dem ersten Quartal 2001 startet CSFB eine massive Werbeoffensive. Geplant ist eine PR-Kampagne, die in neun Monaten 30 bis 50 Millionen Schweizer Franken kosten soll. In fünf Jahren wollen die Schweizer eine Million Kunden erreichen. Rund 40 Prozent davon dürften nach dem Plan aus den wichtigsten europäischen Märkten Deutschland und Europa kommen. Mit ihrem Angebot zielt Credit Suisse auf Investoren der gehobenen Mittelklasse mit einem gesicherten Einkommen.

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