Wirtschaft : D 2 läßt Mannesmann-Gewinn sprudeln

Mobilfunk liefert bestes Ergebnis / Dividendenerhöhung geplant / Vorstand Mihatsch geht DÜSSELDORF (rtr).Das boomende Mobilfunkgeschäft hat dem Mannesmann-Konzern im vergangenen Jahr zu einer beträchtlichen Gewinnsteigerung verholfen.Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit habe um 70 Prozent auf rund 1,7 Mrd.DM zugenommen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.Den meisten Gewinn habe erneut das Geschäft mit der Telekommunikation abgeworfen.Ende 1997 zählte das Mobilfunknetz D2 3,5 Millionen Kunden.Auch die anderen drei Bereiche hätten ihr Ergebnis verbessert.Die Aktionäre sollen eine höhere Dividende erhalten.Der Chef der Sparte Telekom, Peter Mihatsch, scheidet aus dem Vorstand aus. Der Konzern steigerte seine Investitionen um das Zweieinhalbfache auf 8,7 Mrd.DM.Den Großteil, 6,1 Mrd.DM, steckte Mannesmann in die Sparte Telekommunikation.Der Gewinn von Mannesmann Mobilfunk D2 habe deutlich zugenommen, erklärte der Konzern, ohne Zahlen zu nennen.Hingegen habe es bei dem Gemeinschaftsunternehmen mit der Deutschen Bahn, Mannesmann Arcor, und den anderen Telekom-Aktivitäten planmäßig höhere Anlaufverluste gegeben.Der Umsatz der Sparte stieg auf 6,8 Mrd.DM.Davon erzielte das D2-Netz mit einem Zuwachs um ein Drittel 5,6 Mrd.DM Umsatz.Die Mobilfunktochter habe monatlich rund 100 000 Kunden hinzugewonnen. Das Ergebnis des Bereichs Maschinen- und Anlagenbau sei trotz eines hohen Verlustes der Tochter Demag weiterhin deutlich angestiegen, insgesamt aber unbefriedigend geblieben, erklärte Mannesmann.Der Bereich steigerte seinen Umsatz um sieben Prozent auf 16,3 Mrd.DM.Die Automobiltechnik habe im Ergebnis den steigenden Trend fortgesetzt und den Umsatz um neun Prozent auf 8,3 Mrd.DM gesteigert.Der Bereich Röhren und Handel habe eine klare Ergebniswende geschafft.Der Umsatz legte hier um ein Prozent auf rund sieben Mrd.DM zu.Den Gesamtumsatz steigerte der Konzern um 13 Prozent auf rund 39 Mrd.DM.Für 41,4 Mrd.DM kamen neue Aufträge herein, ein Zuwachs von 16 Prozent. Unter dem Strich wies der Konzern in seiner vorläufigen Bilanz jedoch einen im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Überschuß von rund 600 Mill.DM aus.Dies liege vor allem an einer außerordentlichen Belastung von rund 400 Mill.DM für Umstrukturierungen wie der Aufgabe von Geschäftsfeldern und Standorten bei Demag, Krauss-Maffei und den Röhrenwerken.Die Dividende soll von neun auf zehn Mark erhöht werden.Inländische Aktionäre erhalten erstmals seit vier Jahren eine Steuergutschrift, die laut Mannesmann die Ausschüttung auf 14,28 DM je Anteil steigen läßt. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um 671 auf 120 380.Rund 8800 Beschäftigte wurden aber durch die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen oder den Verkauf von Gesellschaften oder Produktbereichen in der Bilanz nicht mehr erfaßt.Vorstandsmitglied Mihatsch werde nach der Hauptversammlung am 31.Mai auf eigenen Wunsch ausscheiden, erklärte Mannesmann.Zudem sei Finanzchef Klaus Esser zum stellvertretenden Vorstandschef ernannt worden.

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