Dahlewitz : Rolls-Royce hat Aufträge für fünf Jahre

Der britische Triebwerkhersteller Rolls-Royce verbucht Rekordzahlen. Das nützt auch dem Standort Dahlewitz.

von
Rolls-Royce-Triebwerke aus Brandenburg - der britische Konzern produziert in Dahlewitz.
Rolls-Royce-Triebwerke aus Brandenburg - der britische Konzern produziert in Dahlewitz.Foto: dpa

Der Ortsname Dahlewitz leitet sich aus dem Urslawischen ab und bedeutet so viel wie „Ansiedlung im Tal“. Es ist nicht überliefert, ob das der Grund war, warum der britische Industriekonzern Rolls-Royce vor nunmehr 20 Jahren diesen Flecken wählte, um ein Werk zu errichten.

Jedenfalls kann man das, was dort sechs Kilometer südlich der Berliner Landesgrenze entstanden ist, heute nicht mehr nur Ansiedlung nennen: Es ist eine kleine Stadt, in der mittlerweile 2200 Menschen Flugzeugtriebwerke und Teile davon entwickeln, testen, warten, montieren. Zudem werden von Dahlewitz aus mittlerweile 5000 Triebwerke satellitengestützt live im Flug überwacht.

In diesem Jahr sollen weitere Mitarbeiter hinzukommen, kündigte Deutschland-Geschäftsführer Michael Haidinger am Donnerstag in Berlin an. Zudem entsteht auf dem Gelände derzeit ein neues Logistikzentrum für elf Millionen Euro – kein großes Projekt für den Konzern der unter anderem auch Gasturbinen, Schiffsantriebe und zivile Nukleartechnik herstellt.

Weltweit konnte Rolls-Royce im vergangenen Jahr neue Rekordzahlen verbuchen: Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent auf 11,2 Milliarden Pfund (13,4 Milliarden Euro). Der operative Vorsteuergewinn (Ebit) stieg um 21 Prozent. Und der Auftragsbestand stieg um fünf Prozent auf ein Volumen von 62,2 Milliarden Pfund, wie der Konzern ebenfalls gestern in London mitteilte.

Das heißt: Rolls-Royce hat rechnerisch genug Aufträge, um seine Mitarbeiter fünf Jahre lang zu beschäftigen.

In Deutschland, wo Rolls-Royce unter anderem noch ein zweites Werk in Oberursel im Taunus betreibt, stieg die Mitarbeiterzahl im vergangenen Jahr insgesamt um 15 Prozent auf nun 3400, der Umsatz noch stärker von 1,1 auf 1,34 Milliarden Euro. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir diese Entwicklung auch in diesem Jahr fortschreiben können“, sagte Haidinger.

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben