Wirtschaft : Daimler-Chrysler AG: Die Meilensteine der Sanierung

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Der Restrukturierungsplan soll das Ergebnis von Chrysler im laufenden Jahr um 3,3 Milliarden Euro verbessern, für 2002 werden 5,2 Milliarden Euro und für 2003 rund 7,2 Milliarden veranschlagt. Die Sanierung erfolgt auf sechs Ebenen:

1. Materialmanagement: Seit Januar zahlt Chrysler Zulieferern fünf Prozent weniger für Teile und Komponenten, bis 2003 sollen die Materialkosten um 15 Prozent sinken. Das Ergebnis wird so 2001 um eine Milliarde Euro entlastet; 2002 sind es 2,3 Milliarden, 2003 den Plänen zufolge 3,9 Milliarden Euro.

2. Effizienzsteigerung: Fabriken werden geschlossen und über langsamere Bandgeschwindigkeiten die Kapazitäten reduziert. Die Produktivität soll deutlich steigen, so dass 2003 bei einer Kapazitätsauslastung von 83 Prozent schwarze Zahlen geschrieben werden.

3. Senkung der Fixkosten: Hier greift vor allem die Reduzierung der Chrysler-Belegschaft um insgesamt 19 500 Mitarbeiter bis 2003. Das bringt in diesem Jahr 700 Millionen Euro, 2002 und 2003 jeweils 800 Millionen Euro.

4. Absatz erhöhen: Die Wachstumsstrategie soll zu jährlichen Umsatzsteigerungen von 1,1 Milliarden (2001), 1,6 Milliarden (2002) und 1,9 Milliarden Euro (2003) führen. Händler werden künftig stärker erfolgsbezogen bezahlt.

5. Neue Autos: 2001 kommen der Jeep Liberty und der Dodge Ram auf den Markt. Bei Kleinwagen und Mittelklasse-Pkw will Chrysler künftig auf einer gemeinsamen Plattform mit Mitsubishi Fahrzeuge entwickeln, bei Limousinen sollen Mercedes-Systeme und Komponenten eingebaut werden.

6. Neue Führung: Mit James C. Schroer hat Chrysler-Chef Dieter Zetsche von Ford "den besten Vertriebsmann der US-Industrie" abgeworben. Manager von Ford, General Motors und Toyota komplettieren die Führungsmannschaft.

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