• Daimler-Chrysler baut seine Position bei Omnibussen aus Das besondere Augenmerk gilt den Märkten in Asien

Wirtschaft : Daimler-Chrysler baut seine Position bei Omnibussen aus Das besondere Augenmerk gilt den Märkten in Asien

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Stuttgart (dpa). DaimlerChrysler will in diesem Jahr Absatz und Umsatz um rund zehn Prozent steigern. Beim Ergebnis sei sogar ein überproportionaler Anstieg zu erwarten, sagte Wolfgang Diez, Leiter des Geschäftsbereichs Daimler-Chrysler Omnibusse am Montag in Stuttgart. Die Position als Weltmarktführer mit derzeit 14 Prozent Marktanteil solle ausgebaut werden. Im vergangenen Jahr setzte der Autokonzern 25100 Einheiten ab und erlöste damit drei Milliarden Euro. Dank der guten Aussichten sei die Beschäftigung in Deutschland gesichert. In Mannheim seien 150 befristete Stellen in feste umgewandelt worden. Diez kündigte an, dass ab Oktober die großen Reisebusse von Mercedes-Benz und Setra serienmäßig mit dem Antischleuderprogramm ESP ausgerüstet würden. Daimler-Chrysler ist nach eigenen Angaben der weltweite erste und einzige Hersteller, der ESP in Reisebussen serienmäßig einführt. Das aus dem Personenwagen bekannte Programm trage spürbar zur Reduzierung der Schleudergefahr bei Kurvenfahrten und Ausweich-Manövern bei und könne dadurch das Abkommen von der Fahrbahn verhindern.

Laut Diez ist im Busgeschäft in den ersten sechs Monaten des Jahres der Umsatz um sechs Prozent auf 1,4 Milliarden Euro gestiegen. Der Absatz stagnierte bei 12000 Einheiten (Komplett-Busse und Fahrgestelle). In diesem Jahr werde es wieder einen angemessen positiven Ergebnisbeitrag der Evo-Bus geben, in der die beiden Busmarken Mercedes-Benz und Setra zusammengefasst sind. In den Jahren 2004/2005 komme es darauf an, das Ergebnis über alle Regionen und Marktsegmente zu steigern und zu festigen, sagte Diez. „Unser besonderes Augenmerk gilt den größten Einzelmärkten China, Südkorea und Japan“, erklärte Diez. Vor allem in China würden heute bereits 50 Prozent aller weltweit verkauften Busse abgesetzt.

Daimler-Chrysler produziert in einem Gemeinschaftsunternehmen in China Busse, außerdem werden dort Setra-Reisebusse in Lizenz gefertigt. Zwar seien zurzeit in China vor allem einfache Standard-Busse und kleine Fahrzeuge gefragt. Längerfristig würden aber die Abgasvorschriften und die Anforderungen an die Gesamtkosten Daimler-Chrysler entgegenkommen.

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