Wirtschaft : Daimler-Chrysler: Hyundai-Allianz soll Ende 2000 stehen

ajo

Bis Jahresende soll die Nutzfahrzeug-Allianz von Daimler-Chrysler mit Hyundai in Korea stehen. Dieter Zetsche, im Daimler-Chrysler-Vorstand für die Nutzfahrzeugsparte zuständig, zeigte sich am Montag zuversichtlich, dass bis dahin die Verträge unter Dach und Fach sind. Daimler-Chrysler will sich mit zehn Prozent an Hyundai beteiligen mit Option auf weitere fünf Prozent. Auf der Nutzfahrzeugebene soll ein paritätisches Joint-Venture entstehen, in das die Koreaner ihr gesamtes Nutzfahrzeuggeschäft einbringen, Daimler-Chrysler sein Know-how und sein Vertriebsnetz. Wieviel die Stuttgarter zusätzlich an finanziellen Mitteln einbringen werden, ist laut Zetsche "noch unklar". Mit Hyundai, bei Nutzfahrzeugen in Korea Marktführer, habe Daimler-Chrysler den vollen Zugang zum koreanischen Markt. Zudem verfüge Hyundai über eine hochmoderne Nutzfahrzeugfabrik und eine neue Modellpalette, sagte Zetsche. Noch ausgelotet werden müssten die weiteren Möglichkeiten durch die Hyundai-Allianz. So seien die Koreaner mit Nutzfahrzeugen im nahen und mittleren Osten sehr aktiv, obwohl sie erst vor etwa zwei Jahren mit dem Export begonnen hätten.

Zetsche räumte ein, dass mit Hyundai nur einer der drei großen asiatischen Teilmärkte für Nutzfahrzeuge, zu denen Korea, Japan und China gehören, abgedeckt wird. Zu Japan wollte er sich nicht äußern. Dort befindet sich Daimler-Chrysler in einer verzwickten Situation, da sich die Nutzfahrzeugsparte des künftigen Partners Mitsubishi Motors Corp (MMC) an Volvo gebunden hat. Allerdings hat Daimler-Chrysler vereinbart, in drei Jahren die Mehrheit bei MMC erwerben zu können. In China sieht sich Daimler-Chrysler derzeit nach Partnern um, ließ Zetsche durchblicken.

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