Wirtschaft : Daimler-Chrysler: Hyundai Motor: Die Nummer eins in Korea

Hyundai Motor ist der mit Abstand erfolgreichste asiatische Autokonzern außerhalb Japans. Das Unternehmen hält in Südkorea, dem zweitgrößten Automarkt in Fernost, 70 Prozent des Pkw-Marktes und sogar 90 Prozent des Marktes für Nutzfahrzeuge. Darin enthalten sind die Verkäufe der 1998 erworbenen Kia-Gruppe. Außerhalb der Heimat fertigt Hyundai in China, Indien und der Türkei und ist in Nordamerika erfolgreich. 1999 stieg der Absatz um 63 Prozent auf 1,27 Millionen Fahrzeuge. Zusammen mit Kia und der Geländewagen-Tochter Ssanyong verkaufte Hyundai 2,1 Millionen Autos und rangierte damit weltweit auf Platz zehn. Der Absatz kletterte in den USA um 80 Prozent auf 371 000 und in Europa um die Hälfte auf 400 000. Im laufenden Jahr will der Konzern in Europa und Nordamerika um jeweils 30 Prozent expandieren. Die Gruppe hat 81 000 Mitarbeiter. Der Umsatz erreichte im vergangenen Jahr 26,4 Milliarden Mark. Dazu kommen umgerechnet 14,5 Milliarden Mark für Kia und 2,6 Milliarden Mark für Ssanyong. Als schweres Erbe ihrer aggressiven Expansionsstrategie und der Asienkrise der 90er Jahre trägt die Hyundai Motor Co. eine große Schuldenlast. Das Unternehmen konnte aber nach der Asienkrise schnell wieder Tritt fassen. 1999 erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 414 Milliarden Won (etwa 751 Millionen Mark). Seit Jahresbeginn ist der Kurs der Hyundai-Aktie allerdings um fast 50 Prozent eingebrochen. Verunsichert sind die Anleger über die künftige Stellung des Konzerns im sich rasch wandelnden Weltmarkt. Hyundai Motor wurde 1967 gegründet und gehört zum größten koreanischen Mischkonzern Hyundai.

0 Kommentare

Neuester Kommentar