Wirtschaft : Daimler-Chrysler: Konzern baut Kooperationen in Asien aus

Die Daimler-Chrysler AG hält an der Allianz mit dem größten koreanischen Hersteller Hyundai fest. Die Verhandlungen mit Hyundai über ein Nutzfahrzeug-Gemeinschaftsunternehmen sollten im zweiten Quartal abgeschlossen werden, sagte ein Daimler-Chrysler-Sprecher am Dienstag. Er reagierte damit auf einen Bericht der Branchenzeitschrift "Automotive News", wonach der Konzern seine Kooperationspläne mit Hyundai zu Gunsten einer ausgebauten Partnerschaft mit Mitsubishi aufgeben wolle.

Auslöser der Spekulationen ist die Übernahme weiterer Mitsubishi-Aktien aus dem Besitz des schwedischen Volvo-Konzerns durch Daimler-Chrysler, wodurch das Stuttgarter Unternehmen auch Zugriff auf die als lukrativ geltende Lkw-Sparte von Mitsubishi erhält. Ursprünglich hatte Mitsubishi eine Gemeinschaftsfirma für Nutzfahrzeuge mit Volvo geplant, so dass die Allianz von Daimler-Chrysler auf Pkw und Transporter beschränkt war. Nach der Übernahme der Anteile von Volvo wird Daimler-Chrysler an Mitsubishi 37,3 Prozent halten.

An Hyundai, die sehr profitabel arbeiten, ist Daimler-Chrysler mit rund zehn Prozent beteiligt. Geplant ist unter anderem ein Gemeinschaftsunternehmen für Nutzfahrzeuge, an dem Hyundai und Daimler-Chrysler nach früheren Angaben zu je 50 Prozent beteiligt sein sollen. Hyundai soll dabei seine gesamte Nutzfahrzeug-Sparte einschließlich eines modernen Werks und den Vertrieb einbringen, Daimler-Chrysler soll Technologie beisteuern. Im Zusammenhang mit dem Ausstieg von Volvo aus der Nutzfahrzeug-Allianz mit Mitsubishi hatte es aber bereits zuletzt Spekulationen gegeben, dass Daimler-Chrysler seine Pläne mit Hyundai nun ändern könnte. Die Zeitschrift "Automotive News" hatte den Chief Operating Officer von Mitsubishi, Rolf Eckrodt, damit zitiert, es mache keinen Sinn, in einer Partnerschaft mit drei Unternehmen zu arbeiten. "Es ist wichtig, sich auf einen Partner in Asien zu konzentrieren. Und dieser Partner wird Mitsubishi sein". Eckrodt soll auch nicht ausgeschlossen haben, dass Daimler-Chrysler seinen Zehn-Prozent-Anteil an Hyundai wieder verkaufen könnte. Der Daimler-Chrysler-Sprecher sagte dazu, Eckrodt habe der Zeitschrift kein Interview gegeben.

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