Wirtschaft : Daimler trennt sich von Immobilien

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Berlin - Der deutsch-amerikanische Automobilkonzern Daimler-Chrysler hat eine Reihe von Bürogebäuden, Betriebsgeländen und unbebauten Grundstücken an die französische Immobiliengruppe Icade verkauft und damit 300 Millionen Euro erlöst. Das teilte der Konzern am Dienstag mit. Insgesamt geht es um 13 Objekte. Die betreffenden Gebäude und Grundstücke liegen in Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Ahrensdorf und Bad Homburg.

In Berlin wurde nach Angaben einer Sprecherin eine Parkplatzfläche an der Niederlassung am Salzufer verkauft. Die Fläche werde wegen des Baus eines Parkhauses nicht mehr gebraucht. Verkauft wurde außerdem ein Bürogebäude am Hohenzollerndamm, das ehemals zu AEG gehörte. Die Immobilien am Potsdamer Platz sind nicht dabei, doch ihr Verkauf ist damit noch nicht vom Tisch. „Hier ist aber noch keine Entscheidung gefallen“, sagte die Sprecherin dem Tagesspiegel. „Wir prüfen das noch.“

Im Frühjahr dieses Jahres hatte der Konzern den Buchwert seiner Immobilien auf bis zu zwölf Milliarden Euro beziffert. Davon seien drei bis vier Milliarden Euro nicht betriebsnotwendig: zahlreiche Objekte, unter anderem die Konzernzentrale in Möhringen und der Potsdamer Platz. An dieser Top-Adresse der Hauptstadt ist die Zentrale der Daimler-Finanzierungstochter und die Daimler-Chrysler-Vertriebsorganisation für Deutschland angesiedelt.

Der jetzt erzielte Erlös von 300 Millionen Euro werde in zwei Stufen verbucht und 100 Millionen Euro zum operativen Gewinn beitragen, teilte der Konzern mit. Icade konzentriert sich nach Angaben von Daimler-Chrysler auf den Erwerb von Immobilienportfolios sowie die Entwicklung und den Ausbau von Gewerbegebieten. vis

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