Wirtschaft : Daimler will M-Klasse bei Chrysler bauen

STUTTGART (dpa).Die beiden Fusionspartner Daimler-Benz und Chrysler werden möglicherweise schon bald bei der Autofertigung zusammenarbeiten.Daimler überlege, das Geländeauto M-Klasse auch bei Chrysler zu bauen, sagte der im Vorstand für den Vertrieb verantwortliche Dieter Zetsche am Freitag in Stuttgart."Wir untersuchen, ob wir uns eine zusätzliche Kapazität auf diesem Wege verfügbar machen können." Die Lieferzeiten für den bisher nur im Mercedes-Werk Tuscaloosa gebauten Wagen seien derzeit länger als sechs Monate.Entscheidungen sollen aber erst nach dem Zusammenschluß von Daimler und Chrysler fallen, der für den Herbst geplant ist.

Daimler-Benz hat mit seiner Kapitalerhöhung 7,5 Mrd.DM hereingeholt.Weit über 90 Prozent der neuen Aktien zum Stückpreis von 144 DM gingen an Daimler-Aktionäre, teilte der Konzern mit.Investoren übernahmen die restlichen Aktien.Daimler hatte zuvor 10,3 Mrd.DM aus Gewinnrücklagen und gesparten Steuern an die Aktionäre als Extrageld von 20 DM je Aktie ausgeschüttet.Das Grundkapital erhöhte sich mit der Kapitalerhöhung, die am Donnerstag geendet hatte, von bisher 2,58 Mrd.DM auf 2,85 Mrd.DM.Es wurden über 52 Mill.neue Aktien ausgegeben; ein Anleger mußte zehn alte Daimler-Aktien besitzen, um eine neue zu beziehen.Mit der stufenweisen Übernahme des Autoveredlers AMG GmbH, Affalterbach/Baden-Württemberg, will sich Daimler ein Standbein im Markt für sportliche Hochleistungsautos schaffen.Diese Sparte könnte weltweit in den kommenden fünf Jahren auf bis zu 70 000 Wagen jährlich wachsen, sagte Zetsche.Daimler strebe acht bis zehn Prozent davon an.Der schwarze Zahlen schreibende Hersteller AMG soll im laufenden Jahr bereits 5000 Autos auf Mercedes-Basis bauen.Der Kaufpreis für das Unternehmen (500 Mitarbeiter, 290 Mill.DM Umsatz) wurde nicht mitgeteilt.

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