Wirtschaft : DaimlerChrysler expandiert

STUTTGART (rtr).Der Autokonzern DaimlerChrysler hat im Jahr seines Zusammenschlusses 13 Prozent mehr umgesetzt als beide Unternehmen zusammengenommen vor ihrer Fusion im Jahr 1997.Der Umsatz 1998 betrage nach vorläufigen Schätzungen 260 Mrd.DM, im Jahr zuvor wären es zusammen 229 Mrd.DM gewesen, sagte DaimlerChrysler-Sprecher Eckhard Zanger am Donnerstag.

Weitere Konzernzahlen über das Jahr 1998 werde DaimlerChrysler am Sonntag bekanntgeben, kündigte Zanger an.Berichte im Internet, wonach DaimlerChrysler 1998 insgesamt rund 4,4 Mill.Fahrzeuge abgesetzt habe, davon 850 000 der Marken Daimler-Benz und Smart sowie 480 000 Nutzfahrzeuge, wollte der Sprecher weder bestätigen noch dementieren.

Einen Bericht über angebliche Streitigkeiten in der Konzernspitze wegen der Dividendenpolitik wies der Sprecher zurück.Die Zeitschrift "Der Spiegel" hatte berichtet, zwischen DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp und Finanzvorstand Manfred Gentz sei es zu Auseinandersetzungen über die Dividende für 1998 gekommen."Es hat im Unternehmen noch keine Debatte über die Höhe der Dividende für 1998 gegeben, deshalb kann es auch noch keine Streitigkeiten geben", sagte der Sprecher.Das Magazin hatte berichtet, Schrempp habe gegen den Widerstand von Gentz entschieden, bereits für 1998 eine Dividende auf dem höheren Niveau der früheren Chrysler Corp zu zahlen.Dagegen habe Gentz die Dividende nur schrittweise anheben wollen.Offen ließ der Sprecher, wie hoch die Dividende für 1998 tatsächlich ausfallen werde."DaimlerChrysler hat erklärt, daß wir den Erwartungen auch unserer amerikanischen Aktionäre entgegenkommen werden.Diese Aussage wird von allen Mitgliedern des Vorstands getragen." Eine Entscheidung über die Ausschüttungssumme könne naturgemäß erst nach Ermittlung des Konzerngewinns gefällt werden, etwa im Frühjahr 1999.

Nach Einschätzung aus Branchenkreisen dürfte eine Dividende auf dem Chrysler-Niveau bei DaimlerChrysler eine Ausschüttung von gut 4,50 DM je Aktie bedeuten.Die ehemalige Daimler Benz AG hatte für 1997 ihren Aktionären eine Dividende von 1,60 DM je Fünf-DM-Aktie gezahlt.Zanger wies den Bericht des "Spiegel" zurück, wonach Finanzvorstand Gentz in der Konzernspitze zunehmend in Abseits gerate und im Unternehmen bereits intern Nachfolger für ihn gehandelt würden.Dies stimme nicht, sagte der Sprecher.Die Vorstände seien erst vor kurzem mit neuen Verträgen über jeweils fünf Jahre ausgestattet worden.

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