Wirtschaft : DaimlerChrysler: Neue Anleihe des Automobilkonzerns

Der Autokonzern Daimler-Chrysler hat am Donnerstag eine neue Anleihe im Volumen von 6,5 Milliarden Euro ausgegeben. Sie teilt sich in vier Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten, bestätigte ein Sprecher der Commerzbank Securities am Donnerstag. Die Commerzbank ist gemeinsam mit der Deutschen Bank und JP Morgan als so genannter Lead-Manager beauftragt.

Daimler-Chrysler hatte bereits im Januar ein Anleihen-Paket in Höhe von sieben Milliarden Dollar emittiert. Inzwischen hatten Rating-Agenturen die Kreditwürdigkeit des Unternehmens weiter herabgestuft. Durch die niedrigeren Ratings wird es für Daimler-Chrysler teurer, Geld zu leihen. Branchenexperten vermuten, dass der Konzern die jüngste Anleihe zur Refinanzierung kurzfristiger Papiere benötigt. Nach der ersten Anleihen-Emission im Januar hatte Finanzvorstand Manfred Gentz Behauptungen, das Unternehmen sei durch die Verluste bei Chrysler knapp bei Kasse, mehrfach zurückgewiesen.

Unterdessen wurde bekannt, dass die Vertreter von Kleinaktionären Vorstand und Aufsichtsrat des Konzerns auf der Hauptversammlung am 11. April nicht entlasten wollen. Begründet wurde dies mit den hohen Sanierungskosten für Chrysler und den japanischen Partner Mitsubishi. "Den Aktionären wurde verschwiegen, dass Chrysler schon bei einer leicht schwächeren Automobilkonjunktur ein Sanierungsfall ist", teilte die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) am Donnerstag mit. Bei Mitsubishi sei mit weit höheren Kosten zu rechnen als ursprünglich angekündigt. Auch die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) will den Gremien keine Entlastung erteilen. Am Donnerstag lief die Frist zur Einreichung von Gegenanträgen auf der Hauptversammlung ab.

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