Wirtschaft : DaimlerChrysler verdreifacht Gewinn bei Nutzfahrzeugen

BRÜSSEL/STUTTGART (rtr/ADN).Die angekündigte Verbindung zwischen den schwedischen Autokonzernen Volvo und Scania komme für DaimlerChrysler nicht überraschend, sagte Vorstandsmitglied Kurt Lauk auf der Internationalen Nutzfahrzeugmesse in Brüssel.DaimlerChryser sei sich im klaren gewesen, daß sich an der Eigentümerstruktur von Scania etwas ändern würde.Mercedes habe kein Gebot für Scania abgegeben.Es habe zwar Anfragen gegeben, aber zu einem Preis, dessen Höhe DaimlerChrysler als lächerlich angesehen habe, sagte Lauk.Der Chef der Nutzfahrzeug-Sparte von DaimlerChrysler sagte weiter, seiner Meinung nach sollte die Entscheidung von Volvo verhindern, daß Scania an einen bedeutenden Konkurrenten gehe.

Der DaimlerChrysler-Konzern gibt neben den Pkw auch bei Nutzfahrzeugen weiter Gas.Mit rund 490 000 verkauften Lkw, Transportern und Bussen wurden 1998 Absatz und Umsatz um jeweils 17 Prozent gesteigert.Der Umsatz wuchs auf rund 46 Mrd.DM (23,5 Mrd.Euro) nach 39,1 Mrd.DM im Vorjahr.Der Gewinn habe sich mehr als verdreifacht, betonte Lauck.Schon im Zeitraum Januar bis September 1998 sei mit 1,4 Mrd.DM ein weit höheres Ergebnis als im gesamten Jahr 1997 (481 Mill.DM) erzielt worden.

"Wir sind mit Absatz, Umsatz und Ertrag einen viel größeren Schritt vorangekommen, als wir noch zu Beginn des vergangenen Jahres geplant haben", sagte Lauk.Dank der konsequenten Mehrmarkenstrategie habe der Konzern binnen vier Jahren den Nutzfahrzeugabsatz um mehr als zwei Drittel steigern könne.Der Bereich mit den vier Marken Mercedes-Benz, Setra, Freightliner und Sterling zähle "inzwischen zu einer festen Ertragssäule bei DaimlerChrysler".

Mit Blick auf Asien betonte Lauk, daß DaimlerChrysler trotz der aktuell schwierigen Marktlage dort große Chance sehe.Um diese Märkte zu erschließen, sei der Konzern "weiterhin an strategischen Partnerschaften interessiert und auf gutem Weg".Die Grundsatzvereinbarung mit Nissan Motor und Nissan Diesel zur gemeinsamen Entwicklung eines leichten Nutzfahrzeuges, das für Japan, die ASEAN-Staaten, Lateinamerika und Schwellenländer gedacht sei, "ist ein erster konkreter Schritt", betonte er.

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