Wirtschaft : DaimlerChrysler wehrt sich gegen EU-Vorwurf

STUTTGART (rtr).Der DaimlerChrysler-Konzern hält die Vorwürfe der Europäischen Kommission im Zusammenhang mit seinem Vertrieb auch nach einer ersten Durchsicht der Beschwerdedokumente für unberechtigt.Aus den Unterlagen ergäben sich keine substantiellen Anhaltspunkte für die angeblichen Wettbewerbsverstöße, teilte der Konzern gestern mit.Die Kommission hatte am Mittwoch bekanntgegeben, sie habe ein Verfahren gegen DaimlerChrysler eröffnet.Mercedes habe Initiativen ergriffen, um seine Händler in Spanien, Belgien, dem Niederlanden und Deutschland vom Autoverkauf an Ausländer abzuhalten.Wegen ähnlicher Vorwürfe hatten die Wettbewerbshüter Volkswagen im vergangenen Jahr eine Geldbuße von gut 200 Mill.DM auferlegt.

Doch mit einem Behindern des grenzüberschreitenden Autoverkaufs schaden sich Autokonzerne nach Ansicht eines Kartellrechtsexperten selbst.Jürgen Ensthaler, Professor für Zivil- und Wirtschaftsrecht an der Universität Kaiserslautern, sagte, die Autohersteller hätten sich so verbraucherfeindlich verhalten, daß die Kommission im Moment davon ausgehe, daß die Erlaubnis eines exklusiven Vertriebssystems im Jahr 2002 auslaufen werde.Dann dürften im Unterschied zu heute und nach dem Vorbild etwa der USA auch freie Händler für den Vertrieb zugelassen werden - und "die kann man nicht so gängeln".

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