Wirtschaft : Das Ausland bestellt wieder

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Auf die deutsche Industrie kommen bessere Zeiten zu. Nach dem Nachfrageeinbruch wegen der Terroranschläge in den USA im September 2001 verbuchte die Industrie im November wieder mehr neue Aufträge. Im Vergleich zum Oktober gingen preis- und saisonbereinigt um 0,9 Prozent mehr Bestellungen ein, teilte das Bundesfinanzministerium am Dienstag in Berlin unter Hinweis auf vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes mit. Das machte den Rückgang vom Vormonat wieder wett.

Ursache der Belebung im November ist ausschließlich das bessere Auslandsgeschäft (plus 2,2 Prozent), während die Inlandsaufträge leicht zurückgingen (minus 0,4 Prozent). Zwischen Ost und West klafft jedoch eine Lücke. Während es in den alten Ländern einen Bestellzuwachs von 1,1 Prozent gab, schrumpfte das Auftragsvolumen der Industrie in den neuen Ländern um 5,8 Prozent. Eine Erholung in den neuen Ländern könnte damit noch auf sich warten lassen.

Von den großen Industriebereichen verzeichneten die Konsumgüterproduzenten erstmals wieder einen Auftragszuwachs (plus 2,1 Prozent). Dagegen meldeten die Hersteller von Vorleistungs- und von Investitionsgütern jeweils Rückgänge um 2,2 Prozent und 3,1 Prozent. Im früheren Bundesgebiet verringerte sich das Bestellvolumen im Zweimonatsvergleich insgesamt um 1,4 Prozent. In Ostdeutschland schrumpfte es um 10,3 Prozent.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum sank das Auftragsvolumen der Industrie in den Monaten Oktober und November um 7,5 Prozent. Vor Jahresfrist seien überdurchschnittlich viele, diesmal eher wenige Großaufträge registriert worden, hieß es. Im früheren Bundesgebiet gingen die Bestellungen um 7,7 Prozent zurück und in den neuen Ländern um 2,7 Prozent.

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