Wirtschaft : Das Ausland bringt BMW auf Touren

Autobauer weiter auf Wachstumskurs / Lebhafte Nachfrage vor allem in den USA

MÜNCHEN (rtr).Der Autokonzern BMW steuert weiter auf Rekordkurs.Wie das Unternehmen am Mittwoch bekanntgab, verkaufte es in den ersten neun Monaten erstmals in einem solchen Zeitraum mehr als eine halbe Million BMW-Fahrzeuge.Der Umsatz sei im Jahresvergleich um 16,8 Prozent auf 43,8 Mrd.DM gestiegen.Das deutliche Plus sei auch auf die Stärke des Dollar und des Pfund Sterling zurückzuführen.Zur Gewinnentwicklung erklärte BMW nur, der Ertrag werde voraussichtlich im gesamten Jahr zunehmen.Für die ersten sechs Monate hatte BMW einen Rekordgewinn ausgewiesen.Das Wachstum schlug sich auch in 831 neuen Stellen nieder. Insgesamt lieferte der Konzern in den ersten neun Monaten 911 187 Automobile an seine Kunden ­ ein Plus von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.Die Produktion stieg um 7,1 Prozent auf 885 740 Einheiten.Autos der Marke BMW fanden 520 533 Käufer, fast 35 000 mehr als vor Jahresfrist.Getragen wurde das Wachstum laut BMW vor allem durch die hohe Auslandsnachfrage, während sich der Absatz in Deutschland auf hohem Niveau stabilisierte.Allein in Italien verzeichnete BMW ein Plus von 38 Prozent, in den USA wurden knapp 100 000 BMW-Neuwagen gekauft ­ 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Den größten Anteil am BMW-Absatz hat nach wie vor die 3er-Reihe, zu der auch der Z3-Roadster gerechnet wird.Bis Ende September lag der Absatz der 3er-Reihe bei 309 755 (Vorjahr 308 836) Autos.Der Absatz der 5er Reihe stieg um 24 Prozent auf 172 710 und die 7er Reihe lag mit 36 777 verkauften Fahrzeugen leicht unter dem Vorjahreswert (37 065 Autos). Bei der Rover-Group mit den Marken Rover, Land Rover, Mini und MG seien mit 390 634 rund 3,6 Prozent mehr Fahrzeuge abgesetzt worden, erklärte der Konzern.Die Produktion habe um 3,5 Prozent auf 374 509 Autos zugenommen.Die traditionell hohe Abhängigkeit des Unternehmens vom Heimatmarkt Großbritannien habe sich klar verringert.Die Auslandsmärkte seien insgesamt auf 53 Prozent gewachsen. Durch Zuwächse im Ausland und neue Modelle legte auch die die Sparte Motorräder zu.Mit 43 770 BMW-Zweirädern stieg der Absatz um knapp fünf Prozent. Die Investitionen im BMW-Konzern hätten unverändert sieben bis acht Prozent vom Umsatz betragen.Investiert werde vor allem in die weitere Modernisierung der Konzerngesellschaften.BMW beschäftigte Ende September 0,7 Prozent mehr Mitarbeiter als vor einem Jahr, insgesamt 117 420 Menschen.Neue Stellen wurden vor allem im BMW-Entwicklungszentrum in München und im Rover-Entwicklungszentrum in Gaydon bei Birmingham geschaffen.Die Zahl der BMW-Ausbildungsplätze habe mit 2785 einen Höchststand erreicht.Bis zum Jahr 2000 soll sich die Zahl der Auszubildenden auf 3000 erhöhen. Zur Ertragsentwicklung sagte ein BMW-Sprecher, es bestehe die Chance, die positive Entwicklung des ersten Halbjahres auf das Gesamtjahr zu übertragen.In den ersten sechs Monaten hatte BMW einen Rekordgewinn von 435 Mill.DM erzielt, 100 Mill.DM mehr als ein Jahr zuvor.

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