Wirtschaft : Das Berliner Kabelnetz wird ausgebaut - Neue Angebote für 185 000 Haushalte

kvo

Die deutsche Telekom hat mit dem Ausbau des Berliner Kabelnetzes begonnen. Anfang dieser Woche startete das Pilotprojekt, mit dem 185 000 Haushalte in Berlin das erweiterte Programm- und Dienstleistungsangebot empfangen können. Der Ausbau soll bis August dieses Jahres abgeschlossen sein. Das erweiterte Kabelnetz wird den Empfang von bis zu 50 analogen und 500 digitalen Programmen möglich machen. Ein neuer interaktiver Rückkanal ist auch die Basis für zukünftige Multimedia-Dienste und Internetverbindungen, die die Telekom im Spätsommer anbieten will.

"Wir haben mit dem Ausbau das Dach geschaffen, jetzt kommt es darauf an, dass die Hauseigentümer und Wohnungsbaugesellschaften nachziehen", sagte Hans-Ullrich Wenge, Vorsitzender Geschäftsführer der Telekom-Tochter Kabel Deutschland GmbH am Dienstag in Berlin. "Nur wenn auch die Hausanschlüsse entsprechend umgerüstet werden, wird das neue Angebot zu nutzen sein". Die Umrüstung wird nach Schätzungen der Telekom rund 300 Mark pro Haushalt kosten. Die jetzt begonnene erste Stufe des Ausbaus umfassst die Bezirke Wedding, Reinickendorf, Pankow, Weißensee, Hohenschönhausen, Marzahn, Hellersdorf, Lichtenberg, Friedrichshain, Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Treptow, Neukölln, Schöneberg, Tempelhof, Tiergarten und Mitte.

Wenge bezifferte die Kosten für den Ausbau auf einen mittleren zweistelligen Betrag im Millionenbereich, der mindestens bei 50 Millionen Mark liege. "Damit haben wir rund die Hälfte der Berliner Haushalte abgedeckt", sagte der Geschäftsführer. Wann das Kabelnetz für die restlichen Berliner Haushalte erweitert werden soll, konnte Wenge nicht sagen. Der Ausbau in der anderen Hälfte der Stadt werde aber durch die weitläufigere Besiedelung mindestens um die Hälfte teurer werden. Die Telekom sucht zurzeit Partner für den Betrieb des Kabelnetzes. "Es wird von den potentiellen neuen Netzbetreibern abhängen, wann die Umrüstung erfolgen wird", sagte Wenge. Durch die Aufrüstung werden drei Programme ihren Kanal wechseln: RTL 2, S13 und ORB. Hans Hege, Direktor der Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg wies darauf hin, dass diese Programme von den nicht umgerüsteten Haushalten schlechter zu empfangen sein werden.

Zu den Verkaufsgesprächen über den Verkauf des Berliner Kabelnetzes sagte Wenge: "Die Gespräche haben gerade erst begonnen, wir können noch nichts über den Umfang des Verkaufs oder neue Partner sagen".

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