Wirtschaft : Das Defizit sinkt

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Gute Nachrichten aus dem Haushaltsbüro des Kongresses: Im Steuerjahr 2004 wird das Haushaltsdefizit um 19 Prozent niedriger ausfallen als die Regierung angenommen hatte. Der Haushalt wird fast ausgeglichen sein und die Staatsverschuldung wird bei 37 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) liegen – tiefer als in den 1990er Jahren.

Es zeigt sich wieder einmal, dass sich Wachstum am deutlichsten im Haushaltsdefizit widerspiegelt. Mit dem Wachstum steigen auch die Einnahmen des Staates. Man sollte auch zwischen dem jährlichen Defizit und langfristig laufenden Anleihen des Staates unterscheiden. Im Kongress und einigen Medien werden diese oft addiert, um Steuererhöhungen zu rechtfertigen.

Eine echte Gefahr für den Haushalt geht jedoch von den Sozial und Gesundheitssystemen aus, die jetzt schon 60 Prozent der staatlichen Ausgaben ausmachen. Zentralbankchef Greenspan warnt, dass die Kosten dieser Programme bis 2030 rund 14 Prozent des BIP ausmachen könnten. Seine Aussagen sind vermutlich so zu deuten, dass wirtschaftliches Wachstum und Reformen des Sozialsystems ein Haushaltsdesaster am wirksamsten verhindern.

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