Wirtschaft : Das Eigentum stärken

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Einen ersten "Bericht zur Lage des Eigentums" hat ein Kuratorium "Eigentum in Deutschland" am Donnerstag Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer überreicht. Der Vizepräsident des Kuratoriums, Michael Prinz zu Salm-Salm, begründete die Aktivität des Vereins mit der Notwendigkeit, den Gedanken des Eigentums zu stärken. Er beabsichtige eine Stiftung zu gründen, die eine institutionalisierte "Patenschaft über das Eigentum" übernehmen soll. Vollmer begrüßte den vom Staatsrechtler Otto Depenheuer zusammen mit seinen Kollegen Thomas von Danwitz und Christoph Engel erarbeiteten Band. Nach ihrem Eindruck "ändere sich etwas in der Bewertung des Eigentums", was diesem "neues Interesse" verschaffe. Prinz zu Salm-Salm und der frühere Verfassungsrichter Paul Kirchhof hoben die Bedeutung des Eigentums für eine freiheitliche Lebensform hervor. Salm-Salm beklagte eine Geringschätzung des Eigentums in der Bundesrepublik, die etwa beim Wohnungseigentum in Westeuropa das Schlusslicht bilde. Kirchhof kam bei seinen Überlegungen zur "Bedeutung der Eigentumsgarantie für die politische und wirtschaftliche Kultur der Gegenwart" zu dem Schluss, dass Eigentum "geprägte Freiheit" sei. Vollmer sah das neue Interesse am Eigentum als Konsequenz der Einsicht, dass Eigentum und Bürgergesellschaft in einem Zusammenhang ständen. Eigentum eröffne die Chance, Verantwortung zu übernehmen. Eigentum schaffe auch - was die Denkmalschutzdebatten zeigten - die Möglichkeit eine eigene "Handschrift" in der sozialen Umwelt zu hinterlassen. Es könne schließlich eine "Schutzhaut" gegen die Gefahren der globalisierten Gesellschaft bieten.

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