Wirtschaft : "Das Konzept geht auf"

BERLIN (kvo).Auf dem Wissenschaftsstandort Adlershof (Wista) siedelten sich im vergangenen Jahr drei neue Wirtschafs- und Wissenschaftszentren an, die Zahl der Beschäftigten stieg um fast ein Viertel."Es hat sich gezeigt, daß das Konzept des Wista aufgeht und die arbeitsmarktpolitischen Effekte durch die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft eintreten", erklärte Wolfgang Knifka, Geschäftsführer der Wista-Management GmbH, bei der Vorstellung der Jahresbilanz am Freitag in Berlin.Gleichzeitig wurde das Innovationszentrum für Informatik eingeweiht.

Auf dem 76 Hektar großen Wista-Gelände seien zur Zeit 4420 Personen in 269 Unternehmen und 15 Forschungseinrichtungen beschäftigt, sagte Knifka.Das seien 22,7 Prozent mehr als im Vorjahr.Der Umsatz der Unternehmen habe bei 360 Mill.DM.gelegen, die wissenschaftlichen Institute hätten über Mittel in Höhe von 291 Mill.DM.verfügt.

Auf dem Gelände seien insgesamt 50 000 Quadratmeter neue Fläche entstanden, davon seien zwei Drittel bereits vermietet.Die Humboldt-Universität habe rund 10 000 Quadratmeter Fläche angemietet, der Rest werde von privaten Investoren genutzt.Das neue Innovationszentrum für Informatik sei bereits komplett vergeben.

Bis Ende 1999 soll das noch im Bau befindliche Innovationszentrum für Fertigungstechnologie eingeweiht werden, die vollständige Vermietung der Wista-Flächen soll innerhalb von drei Jahren erreicht werden.Knifka kritisierte, daß die verkehrsmäßige Anbindung des Geländes nicht mit dem Baufortschritt Schritt halte.

Bei der Einweihung des Innovationszentrums für Informatik, das mit rund 20 Mill.DM vom Bund und vom Land Berlin gefördert wird, betonte Wirtschaftsminister Wolfgang Branoner (CDU), die Software-Branche entwickle sich zur "Job-Maschine" in Berlin.Die Zahl der Berliner Firmen in diesem Bereich sei von 1600 auf 1800 gewachsen, für das laufende Jahr werde ein Branchenwachstum von 5,5 bis 6 Prozent erwartet.Branoner plädierte dafür, neue Ausbildungsmodelle zu schaffen, um flexibler als bisher auf die Anforderungen im Software-Bereich eingehen zu können.

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