Wirtschaft : Das Land Berlin gibt 17,8 Millionen Mark Zuschüsse für Forschung

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Mit der Förderung von Forschungs- und Entwicklungprojekten in kleinen und mittelständischen Unternehmen soll der Standort Berlin wettbewerbsfähiger werden. Vor der Wende seien gerade Unternehmen in West-Berlin häufig als verlängerte Werkbank betrachtet worden, daher sei zu wenig in Forschung und Entwicklung (FuE) investiert worden, sagte Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner am Mittwoch in Berlin. "Wir fördern Projekte, die nicht nur den Unternehmen selbst zugute kommen, sondern die Wirtschaftsstruktur in Berlin verbessern", sagte Branoner.

Im laufenden Jahr stehen dem FuE Mittelstandsförderprogramm vorraussichtlich 17,8 Millionen Mark für Zuschüsse zur Verfügung (1999: 17,2 Millionen Mark), sagte Bernd-Peter Morgenroth, Mitglied des Vorstands der Landesbank Berlin. Seit 1998 führt die Landesbank über die Investitionsbank (IBB) das 1993 vom Land Berlin aufgelegte FuE Mittelstandsförderprogramm. Bisher wurden 434 Projekte in 269 Unternehmen gefördert. Die Gesamtkosten lagen bei etwas mehr als 262 Milliarden Mark, wobei Zuwendungen in Höhe von mehr als 89 Milliarden Mark flossen. 7000 Arbeitsplätze konnten so gesichert oder geschaffen werden, sagte Morgenroth.

Gefördert mit einem Zuschuss von höchstens 400 000 Mark werden zukunftsträchtige Produkte, Verfahren und produktionsnahe Dienstleistungen, die einen hohen Innovationsgrad aufweisen, mit hohem Entwicklungsrisiko verbunden sind und Chancen am Markt haben. Unterstützt werden in erster Linie Unternehmen aus der Verkehrstechnik, Informations- und Kommunikationstechnik, Bio-, Laser- und Medizintechnik, Umwelttechnik aber auch aus dem Maschinenbau und der Spezialchemie. Im laufenden Jahr soll die maximale Förderung für Einzelprojekte auf 800 000 Mark ansteigen.

Ab dem Sommer soll das FuE Mittelstandsförderprogramm Teil des neu konzipierten Innovationsförderprogramms werden, dass verschiedene Förderprogramme des Landes Berlin bündelt. Alle Förderungen sollen aus einer Hand kommen, die Unternehmer nur noch einen Ansprechpartner brauchen, sagte Morgenroth. In vier verschiedenen Technologieförderprogrammen flossen im vergangenen Jahr 58,4 Millionen an Zuwendungen, insgesamt wurden damit Investitionen von 132 Millionen Mark angeschoben. 2000 soll das reine Fördervolumen bei 75 Millionen Mark liegen.Die IBB und die Senatsverwaltung für Wirtschaft und Technologie laden innovative Unternehmen ein, den 24. März beziehungesweise den 30. Juni 2000 als nächste Abgabetermine der Projekte für den Bewilligungsausschuss zu nutzen. Informationen und Antragsunterlagen gibt es unter der Telefonnummer (030) 21 25-47 15.

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